Psychotherapie - Was ist das eigentlich?

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Psychotherapie bedeutet wörtlich übersetzt Behandlung der Seele beziehungsweise von seelischen Problemen. Sie bietet Hilfe bei Störungen des Denkens, Fühlens, Erlebens und Handelns.

Dazu zählen psychische Störungen und Krankheiten wie Ängste und Panikattacken, Depressionen, Essstörungen, Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen, Traumafolgestörungen, Süchte und Zwänge (hierzu zählen inzwischen nicht nur die "harten" Suchtformen wie Alkohol-, Medikamenten- und Drogenmißbrauch, sondern auch die "weichen" Süchte wie Arbeitssucht, Kaufsucht, Spielsucht, Computersucht etc.).

Darüber hinaus wird eine Psychotherapie inzwischen auch bei psychosomatischen Störungen und Krankheiten angewandt. Der Begriff Psychosomatik heißt soviel wie, dass die Psyche (Seele) einen ständigen Einfluss auf das Soma ( Körper ) hat - im negativen (verkürzt und vereinfacht dargestellt: Konflikte der Seele werden im Körper unbewusst ausgelebt), aber auch im positiven (eine gesunde Seele kann helfen, mit schweren Krankheiten umzugehen, zu lindern und zu heilen). Viele Patienten haben den ersten Kontakt zur Psychotherapie inzwischen oft in einer psychosomatischen Reha-Klinik, wo auf diesen Zusammenhang aufmerksam gemacht wird. 

Da inzwischen bewiesen ist, wie stark das Zusammenspiel Psyche-Körper ist, wird auch immer öfter eine Psychotherapie begleitend zu medizinischen Maßnahmen bei organischen Störungen und Krankheiten angeraten (z.B. bei chronischen Erkrankungen, bei starken Schmerzzuständen, bei neurologischen Störungen, bei Herzkreislauf- oder auch bei Krebserkrankungen).