Wie viele Stunden Therapie bezahlt die Krankenkasse überhaupt?

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Dies hängt ab von der Art der Therapie. Am besten Sie fragen direkt bei dem/der Therapeuten/-in nach.

Ausgehen können Sie jedoch von folgenden Max.Stundenanzahl, die von den Krankenkassen genehmigt werden kann:

- bei der Verhaltenstherapie: Kurzzeittherapie: 25 Stunden, Langzeittherapie: 75 bis max. 80 Stunden.

- bei der Tiefenpsychologischen Therapie: 80 Stunden, in Ausnahmefällen auch bis zu 100 Stunden (muss jedoch vom Therapeuten sehr gut argumentiert werden).

- bei der Psychoanalyse: Mehrere hundert Stunden.

1 Kommentare

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Diese Stundenkontingente gelten immer noch und sind m.E. total hinfällig. Denn inzwischen sind die Psychotherapie-Angebote eher auf die Art der Störungen ausgerichtet als auf die Art der Therapie bzw. die Grundausbildung der Therapeuten.

Nur ein Beispiel:

Die meisten Therapeuten mit der Zusatzausbildung "Traumatherapie" findet man in der Verhaltenstherapie und in der tiefenpsychologischen Therapie. Die Psychoanalyse wird für Traumapatienten grundsätzlich eher skeptisch angesehen. Aber gerade komplex traumatisierte Menschen benötigen oft jahrelange Therapien und bräuchten daher eine Genehmigung für mehr Therapiestunden. Diese wiederum erhalten sie nur bei einer Psychoanalyse, die für viele der Patienten jedoch kontraindiziert ist (was die meisten Krankenkassen-Mitarbeiter wiederum nicht wissen)...

Eindeutig Fehlplanung, die jedoch nicht korrigiert wird. Leider!