Johanniskraut: Größere Mengen ab 01.04. rezeptpflichtig!

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Johanniskrauthaltige Arzneimittel, die zur Behandlung mittelschwerer Depressionen eingesetzt werden, sind demnächst - ab 1. April 2009 - verschreibungspflichtig. Johanniskraut-Mittel für leichte depressive Verstimmungen sollen dagegen weiterhin frei erhältlich sein. Wie die Apotheker dies unterscheiden wollen, wird in der Pressemeldung leider nicht erläutert - daher bin ich gespannt auf Berichte.

Als Begründung führen die Apothekerverbände in Hessen und Rheinland-Pfalz an, dass für medizinische Laien es kaum möglich sein dürfte, zwischen einer leichten und einer mittelschweren Depression zu unterscheiden. Diagnose und Therapie seien Sache des behandelnden Arztes.  

Dies kann ich übrigens aus Erfahrungen in meinem Bekanntenkreis nur unterschreiben; oft wird monatelang selbst "herumgedoktert", auch oft aus unbegründeter Angst und Vorurteilen gegenüber Psychopharmaka. Daher: Lieber zum Arzt, wenn die seelischen Tiefs aus dem Rahmen fallen bzw. nicht mehr aufhören. Der Hausarzt, ein Psychiater bzw. ein psychotherapeutischer Arzt sind hier die besten Anlaufstellen.

Quelle: U.a. www.aerztezeitung.de