Was bedeutet "PPM" (Personenbezogene Hilfe für psychisch kranke Menschen)?

| | Kommentare (1)
Hierbei handelt es sich um eine ambulante Eingliederungshilfe von Psychisch Kranken.

Begründet ist diese als Sozialleistung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB XII). Diese so genannte Eingliederungshilfe verfolgt das Ziel, eine seelische Behinderung zu vermeiden oder diese zu mildern. Ziel ist dabei, die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu erhalten bzw. nach einem längeren Klinikaufenthalt bzw. längerer Isolation wieder herzustellen. Wichtig ist dabei, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung des Betroffenen zu berücksichtigen und zu fördern.

Unterstützung findet der/die Betroffene u.a. in der Handhabe des täglichen Lebens. Themen wie finanzielle oder Wohnsituation, Haushaltsführung etc. spielen hier eine wichtige Rolle. Aber auch die Freizeitgestaltung, Förderung privater Kontakte und Hobbies, Ämtergänge können hier gemeinsam besprochen und angegangen werden. Allein aufgrund der großen Palette an Themen wird ersichtlich, dass die Betreuungszeit in der Regel auf längere Zeit angelegt ist, und auch sehr individuell definiert wird. 

Die Kosten für die Personenbezogene Hilfe für psychisch kranke Menschen (PPM) werden vom Grundsicherungs- und Sozialamt übernommen.

Abzugrenzen ist PPM wiederum von Ambulanter Psychiatrischen Pflege oder auch
Soziotherapie. Am besten, Sie besprechen das Thema mit Ihrem Facharzt oder dem Sozialen Dienst, um in Ihrem individuellen Fall auch die passende Unterstützung zu bekommen.  

1 Kommentare

Standard-Benutzerbild

Ein Tipp für Interessierte: Manche Psychiatrien und Psychosomatische Kliniken bieten nicht nur eine Sozialberatung an, wenn notwendig. Es gibt auch Info-Abende, an denen genau diese Themen "PPM", "APP" oder "Soziotherapie" vorgestellt bzw. diskutiert werden. Einfach mal nachfragen...