Verlängerung der EM-Rente: Muss drei Arztberichte innerhalb von einer Woche einschicken

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... und bin ziemlich durcheinander. Wahrscheinlich wäre es für Gesunde Stress, innerhalb der kurzen Zeit drei Arztberichte anzufordern - egal, ob schriftlich, telefonisch oder persönlich. Aber bei mir ist gerade emotionales Chaos, denn...

- mit dem aktuellen Antrag auf Rentenverlängerung muss ich ja schon akzeptieren, dass ich (immer noch) krank bin. Die Angst vor Bewertung ist nun riesig...

- früher hat die Rentenversicherung die Arztberichte von den Ärzten direkt angefordert, wovon ich zwar dann nichts mitbekam eventuell (Thema: Will ich alles mitbekommen?), aber ich wurde auch in Ruhe gelassen.

- es ist Monatsanfang (d.h. High-Life bei den Ärzten, und kaum Termine)

- es ist Urlaubszeit (krieg ich alle noch zu fassen, bevor sie in ihren wohlverdienten Urlaub abzischen?)

- ich bräuchte aktuell eigentlich richtig Ruhe, da die Erschöpfung ziemlich groß ist.

-  mit der Ansage, dass ich die Arztberichte möglichst binnen fünf Tage wieder abholen soll, verlagert die Rentenversicherung den Druck, die Berichte fertig in die Post zu stecken, auf die Patienten - nicht wie bisher auf die Ärzte (die ließen sich teilweise Wochen bis Monate Zeit, weil sie nicht mehr hinterherkamen). Und nun muss ich meine Ärzte drängeln, was ich garnicht mag.

Und ich merke, dass ich es einerseits begrüße, das Prozedere in der Hand, und damit auch den Überblick zu haben, gleichzeitig unter Druck gerate. Gleichzeitig kochte das Thema "Gutachter" wieder hoch, vor dem ich ja riesige Angst habe nach einem Erlebnis vor einigen Jahren. 

Alles hat zwei Seiten...  

Zumindest konnte ich Ende letzter Woche alle meine Ärzte kontaktieren und die Arztberichte wegschicken. Sie sind zumindest noch da, und wollen es auf jeden Fall versuchen, die Berichte auszufüllen, können jedoch nichts versprechen.

Ende dieser Woche versuche ich dann eben, alle wieder einzusammeln. Und fragt mich nicht: Ich bin heilfroh, dass inzwischen alle drei ihre Praxen im demselben Stadtgebiet  haben...

 

 

 

3 Kommentare

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Inzwischen sind die Arztberichte alle fristgerecht bei der Rentenversicherung eingegangen. Der nächste Schritt steht an: Beurteilung, ob diese ausreichen oder ob nicht doch noch ein zusätzlicher Gutachtertermin sein muss. Aber wenigstens hat eine meiner Ärztinnen in ihrem Bericht vermerkt, dass ein Gutachter die notwendigen Fachkenntnisse haben sollte, um meinen Zustand beurteilen zu können - was vor einigen Jahren leider nicht der Fall war...

Mal schaun, wie es weitergeht.

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Seit drei Wochen weiß ich, dass ich zum Rentengutachter muss. Vor einer Woche erfuhr ich dann den Termin. Morgen ist es soweit. Vorbereitet habe ich mich so gut wie es geht, geschlafen wiederum kaum. Mehr demnächst!

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Der Gutachtertermin hat mich ziemlich durcheinander gebracht. Nicht, weil ich wie vor einigen Jahren sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe, sondern aufgrund eines sehr sachlichen fachlich versierten Arztes, der einerseits Rücksicht nahm, andererseits mit sehr klaren Worten meine Situation umschrieb - so klar, wie es meine behandelnden Ärzte sich bisher nie getraut haben, weil sie Angst hatten, dass ich die ganze Wahrheit (noch) nicht verkrafte. So war es zwar wie ein Schlag auf den Hinterkopf, aber ich lerne langsam, aus dem Durcheinander wieder aufzutauchen.

Glauben kann ich einiges noch nicht. Misstrauisch bin ich grundsätzlich. Daher brauche ich wie immer alles schwarz auf weiß. Und so heißt es jetzt wieder warten und zittern auf den Bescheid der Rentenversicherung. Ich gehe davon aus, dass dieser nicht vor Mitte September kommen wird... also noch eine ganze Weile...