Was bedeutet "Compliance"?

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Was ist "Compliance"?
"Compliance" heißt soviel wie "Therapietreue". Damit wird im Gesundheitssytem die Zuverlässigkeit des Patienten beschrieben, die dieser zeigt, wenn er den vom Arzt verordneten Therapieplan gewissenhaft umsetzt.

Drei Beispiele:
Ein Patient sitzt im im Sprechzimmer bei seinem Hausarzt und erhält ein Rezept mit den Worten: "Mit Ihrer Compliance dürfte das kein Thema sein. Alles Gute!"  In einem Arztbericht an die Krankenkasse wird "mangelnde Compliance" betont. Ein Gutachter spricht sich dafür aus, eine Therapie aufgrund einer hohen Compliance des Patienten fortzusetzen.

Konkret bedeutet "Compliance" Folgendes:
1. Beispiel:
Der Patient nimmt
- die vorgeschriebene Anzahl der Tabletten (z.B. zwei am Tag)
- zur vorgeschriebenen Tageszeit (z.B. morgens oder abends)
- in der richtigen Art und Weise (z.B. nach dem Essen, mit Wasser)
und
- über einen bestimmten Zeitraum (z.B. über sieben Tage) ein.

2. Beispiel:
Der Patient macht in der Verhaltenstherapie oder auch Physiotherapie enorme Fortschritte.
Er nimmt seine "Therapie-Hausaufgaben" bzw. die empfohlenen Übungen ernst und macht diese
- in der vorgeschrieben Anzahl (z.B. 20 Wiederholungen der Dehnungsübung am Stück)
- zur vorgeschriebenen Tageszeit (z.B. morgens)
- in der richtigen Art und Weise (z.B. mit nüchternem Magen)
- über einen bestimmten Zeitraum oder in einem bestimmten Intervall (z.B. jeden Tag)

2 Kommentare

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Hi,

danke für die "Übersetzung". Gerade bei Antiobiotika-Therapien ist dies unheimlich wichtig, da ein vorzeitiger Therapieabbruch ja recht ernste Folgen haben kann...

Daher immer drandenken:
Man hält in der Regel den Therapieplan nicht brav ein, um dem Arzt einen Gefallen zu tun, sondern man tut es für sich!!

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Zur korrekten Wiedergabe noch ein Hinweis: Die Definition von "Compliance" entnahm ich der Ausgabe 1/2013 von der Zeitschrift "ArzneiKompass". Diese ist in der Regel in Ihrer Apotheke kostenfrei erhältlich.