Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Adipositas-OP (z.B. Magenverkleinerung)?

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Sie leiden seit Jahren unter Ihrem extremen Übergewicht? Sie haben alles Mögliche an Therapien, Diäten und anderen Maßnahmen ausprobiert ohne bleibenden Erfolg? Sie wollen sich den Magen verkleinern lassen und denken konkret über eine Adipositas-OP nach?

Dann sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein, damit Ihre Krankenkasse die Kosten für Ihre Adipositas-OP übernimmt:

a) Bei Ihnen haben die behandelnden Ärzte Adipositas Grad II (d.h. der BMI liegt über 30) und die damit zusammenhängenden schwerwiegenden Begleiterscheinungen diagnostiziert.
b) Sie können beweisen, dass Sie im Vorfeld die üblichen konservativen Therapien und Behandlungsmaßnahmen in Anspruch genommen haben und dass diese jedoch erfolglos blieben.
c) Gleichzeitig können bei Ihnen anders zu behandelnde Krankheiten oder Medikamente ausgeschlossen werden, die extremes Übergewicht auslösen.
d) Darüberhinaus können alle Kontraindikationen für eine Operation ausgeschlossen werden.
e) Die OP-Methode muss dem Stand der aktuellen Forschung entsprechen.
f) Das OP-Zentrum/ Krankenhaus und die dort agierenden Operateure müssen auf diese Art von OPs spezialisiert sein.
g) Die Nachbetreuung für die Zeit nach der OP muss gesichert sein.

Tipp:
Setzen Sie sich unbedingt vorher mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung, um abzuklären, ob die OP in Ihrem Fall bezahlt wird und welchen OP-Zentren von der Kasse akzeptiert werden.

Quelle: vigo, Apothekenzeitung der AOK Rheinland/ Hamburg vom Juli/ August 2013