Behandlung in psychiatrischen Kliniken: Praktikanten (be)handeln allein...

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DER SPIEGEL berichtet in seiner aktuellen Ausgabe 45/2013 über den unsachgemäßen Einsatz von Praktikanten bzw. Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) in psychiatrischen Kliniken. Oft müssten diese - völlig auf sich allein gestellt und für ein deutlich niedrigeres Gehalt - Einzel- oder Gruppentherapien übernehmen, die normalerweise von ausgebildeten Psychotherapeuten und/oder Fachärzten geleitet werden sollten. Den Patienten sei dies oft nicht bewusst, denn in den meisten der betroffenen Kliniken werde dies nicht offen kommuniziert. Überforderung, Unsicherheit und Fehlerpotenzial sei die Folge der Ausbeutung der Auszubildenden und damit der Ausnutzung einer juristischen Grauzone.

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Als ehemalige Patientin in solchen Kliniken kann ich nur nicken: Es wurde Zeit, dass einmal darüber geschrieben wird. Gleichzeitig frage ich mich, warum es solange gedauert hat, bis DER SPIEGEL darüber schreibt. Enttäuscht bin ich, dass über die missliche Lage der Praktikanten/-innen ausführlich geschrieben wird, gleichzeitig jedoch die riskanten Folgen für die betroffenen Patienten/-innen völlig ausser Acht gelassen werden. Denn im schlimmsten Fall geht es diesen nach einem missglückten Klinikaufenthalt bzw. nach einer fehlerhaften oder unzureichenden Behandlung schlechter als zuvor. Ich selbst habe solche Fälle bereits vor zehn Jahren kennen gelernt - und bin mir bewusst, dass die Überforderung und Ausnutzung von Praktikanten/-innen u.a. zu Lasten der Patienten/-innen nicht erst damals begonnen hat. Oft therapieren und unterstützen sich die Patienten/-innen in diesen Kliniken dann gegenseitig, um über die Runden zu kommen. Viele Gespräche in der Raucherecke dieser Kliniken drehen sich dann u.a. darum, warum und wie so viele Leute vom Personal überfordert  sein können. Und dies betrifft sowohl Reha- als auch Akutkliniken!

Daher bin ich erstaunt, dass dies alles erst jetzt "hochkommt".

In Bezug auf die PiAs habe ich während meiner Klinikaufenthalt teilweise sehr gute Erfahrungen gemacht, es gab gute bis sehr gute PiAs, denen ich wirklich sehr vertrauen konnte und diesen auch vertraut habe. Der Einsatz von PiAs ist wahrscheinlich auch inzwischen Standard. Mir allein sind drei psychiatrische bzw. psychosomatische Kliniken bekannt, in denen schon seit Jahren Psychotherapeuten/-innen in Ausbildung (PiA) sowohl Einzel- als auch für die Gruppentherapien leiten. Vielen der dort behandelten Patienten/-innen ist dies meist bewusst, auch wenn die Kliniken dies oft nicht offiziell  kommunizieren - den Flurfunk bzw. die Gespräche in der Raucherecke dieser Kliniken sollte man nicht unterschätzen;-)) 

Kurz: Es ist kein Geheimnis, was DER SPIEGEL nun aufzudecken scheint.

Den Artikel "Medizin: Therapie beim Praktikanten" können Sie in der aktuellen Ausgabe des SPIEGELS auf Seite 64 lesen. Kostenpflichtigen Online-Zugang zum betreffenden Artikel finden Sie hier.

Anmerkung vom 08.11.2013: Nach dem Kommentar von Herrn Altmann wurde nochmals genauer auf die korrekte Trennung von PiAs und Praktikanten geachtet und der Text daher etwas abgeändert!


25 Kommentare

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Hallo Fee,

ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Psychotherapeuten in Ausbildung (sogenannte PiAs) keine Praktikanten sind, sondern fertig ausgebildete Akademiker, meist der Psychologie, die zudem einen Gutteil Ihrer theoretischen wie praktischen psychotherapeutischen Tätigkeit bereits belegt haben müsssen, bevon sie ihr klinisches Jahr auf psychiatrischen Stationen absolvieren. Sie (bzw. der Spiegel) suggerieren hier , dass man es hier fahrlässig mit absoluten Laien zu tun hat, die ein gefährliches Risiko für die Patienten darstellen - dies kann ich so nicht unwidersprochen lassen. Meine Erfahrung ist jene, dass Patienten sogar von dem hohen Engagement und Wohlwollen der PiAs, es auch besonders gründlich machen und dem leidenden Patienten auf alle Fälle gerecht werden zu wollen, profitieren. In der Regel ist eine solche eingehende Beschäftigung bei Festangestellten angesichts des oft kontingentierten Zeitrahmens pro Patient gar nicht mehr möglich. Und so kenne ich Stationen, wo Patienten lieber zum PiA gehen, als zum Stationspsychologen, weil letzterer ohnehin kaum zwei Minuten Zeit hat, während der PiA eine oft nicht so eng gesteckte Agenda abzuarbeiten hat.

Das PiAs auch Gruppensettings begleiten und Einzelgespräche führen, ist kein Skandal sondern so vorgesehen. In allen Fällen sorgt eine idealerweise vor- und nachgelagerte engmaschige Supervision für die professionelle Einbettung. Hier hakt es dann tatsächlich oft in der klinischen Praxis.

Wesentlich aber erscheint mir hier nochmals: PiAs sind keine unwissenden, unerfahrenen Praktikanten, sondern bereits umfassend ausgebildete Fachleute auf ihrem Gebiet, wenngleich sie noch nicht approbiert sind.

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Hallo Herr Altmann,

herzlichen Dank für Ihren Beitrag!

Sie haben sicherlich Recht. Da wurden vom Spiegel - und auch von fee - zwei Begriffe nicht korrekt getrennt. Fee wird diesen Beitrag daher nochmals korrigieren. Bitte verstehen Sie jedoch, dass sie den Spiegel-Beitrag so wiedergibt, wie er geschrieben wurde.

Ja, PiAs sind keine "richtigen" Praktikanten/-innen, sie haben schon ein Psychologiestudium meist hinter sich, machen die Psychotherapeutenausbildung und sind auch in der Klinik befristet angestellt.

Während meiner Klinikaufenthalte habe ich persönlich gute bis sehr gute Erfahrungen mit den PiAs gemacht.

Wenn Sie jedoch schreiben, dass z.B. die PiAs mehr Zeit und weniger Stress als die Festangestellten hätten, dann kann ich das so nicht bestätigen. Einen Großteil der festen Termine in der Klinik, in der ich war, wurde entweder von den PiAs, den Praktikanten oder dem Pflegeteam übernommen. Und die meisten waren im Stress. Wenn jemand Probleme und Fragen außer der Reihe hatte, war außer dem Pflegeteam sowieso niemand zu sprechen - da spielte es keine Rolle, ob der Stationspsychologe oder ein PiA geeigneter oder greifbarer oder sinnvoller gewesen wäre...

Es ist gut, wenn in den Ihnen bekannten Kliniken stark darauf geachtet wird, dass die PiAs nie allein in überfordernde und verunsichernde Situationen geschickt werden. Leider habe ich persönlich aber auch andere Fälle erlebt. Und auch ich musste feststellen, dass wirklich die wenigsten PiAs sich in einer Gruppentherapie von insgesamt 10 bis 14 Patienten/-innen mit den unterschiedlichsten Störungen gut behaupten konnten bzw. die Situation im Griff hatten.

Gleichzeitig gibt es wirklich Kliniken, die Praktikanten/-innen beschäftigen - und in diesem Zusammenhang wirklich Leute, die mit ihrem Psychologiestudium teilweise noch nicht fertig waren oder die eine völlig andere Ausbildung hatten. Wenn diese dann in der Klinik "an die Hand" genommen werden oder Therapien unterstützend begleiten, kein Problem. Aber manchen Praktikanten/-innen wurden teilweise Aufgaben übertragen, an denen sie leider gescheitert sind, was sich z.B. darin äußerte, dass Patienten/-innen in oder nach der Gruppentherapie destabilisiert sind - weil die Situationen in den Gruppen zu sehr triggerten oder nicht richtig zu Ende geführt wurden etc. etc. Supervision fand dort auch nicht regelmäßig statt, wenn etwas schieflief, wurde dies eher auf der Treppe beim Vorbeigehen beredet - egal, ob Patienten/-innen das mitbekamen oder nicht.

Die Frage, inwieweit Patienten/-innen auf den psychiatrischen Stationen unzureichend oder falsch behandelt werden, hängt sicherlich von der einzelnen Klinik, von der einzelnen Station und den einzelnen Handelnden ab. Gleichzeitig gebe ich jedoch zu bedenken, dass die psychiatrischen und psychosomatischen Störungen zu unterschiedlich sind, als dass auch jede/r PiA ohne allzulange Berufserfahrung (und erst recht jeder Praktikant) immer adäquat auf jeden Einzelnen reagieren könnte.

Und da liegt m.E. leider auch das Potenzial für Überforderung, Verunsicherung und fehlerhaftes Handeln - auf der Seite des PiA und auf der Seite des Patienten. Supervision, die in der Regel nur alle paar Wochen stattfindet, kann da leider auch nicht mehr alles wieder "gutmachen". Da helfen sich dann meist die Patienten/-innen lieber gegenseitig.

Sorry, dass ich aufgrund meiner Erfahrungen Ihnen da teilweise widersprechen und damit Fee auch mit Recht geben muss. Ich als Einzelperson habe sehr gute Erfahrungen machen dürfen, aber es wäre mir auch lieber, wenn ich manche Gruppensituationen und die Folgen nicht hätte erleben müssen - denn mir taten sowohl die überforderten PiAs und Praktikanten wie auch manche Patienten letztlich einfach nur sehr, sehr leid.

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Nachtrag:

Eine Frage stellt sich mir nun doch:

A) Wie werden die PiAs bezahlt?
B) Wie liegen die Gehälter - im Vergleich zu den Festangestellten, also zum Beispiel im Vergleich zu Stationspsychologen?
C) Sind das Praktikantenverträge (damit wäre zu verstehen, warum der SPIEGEL beide Begriffe synonym behandelte) oder befristete Arbeitsverträge?

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Hallo Agnes,
um es kurz zu machen: Bezahlung ist quasi nicht vorhanden. Wenn unsere Praktische Tätigkeit 1 (1200h/1Jahr) oder Praktische Tätigkeit 2 (600h/6Monate), zu denen wir verpflichtet sind, überhaupt vergütet werden, dann vielleicht mit einem (fast) kostenlosen Mittagessen oder einer spärlichen Summe, die sich zwischen 50-500€ IM MONAT bewegt - bei 25-40h/Woche vollwertiger Arbeit und 300-400€ monatlichen Ausbildungsgebühren.
Es gibt meist spezielle PiA-Verträge - eine richtige Anstellung mit Arbeitsvertrag und Gehalt bekommt fast niemand.

Zur Begriffsklärung noch ein Wort: der Stationspsychologe kann, aber muss auch nicht zwingend, ein psychologischer Psychotherapeut sein, sondern kann ebenso wie die PiAs ein Dipl. Psychologe ohne Approbation sein oder selber noch in der Ausbildung zum Therapeuten stecken. Den einzigen Unterschied, den es in diesem Fall noch gibt sind ein paar Jahre mehr Berufserfahrung auf dem Buckel und ein reguläres Gehalt. Die Kernkompetenzen, die bereits im Studium vermittelt werden, sind die gleichen.

Ich sehe die Weiterbildung eines fertigen Dipl. Psychologen zum Psychotherapeuten äuquivalten zu der eines fertigen Medizinstudenten zum Facharzt oder in der Assistenzzeit. Beide haben ein abgeschlossenes Studium, beide sind neue Berufseinsteiger, beide behandeln schon eigenverantwortlich Patienten - Wieso sollten PiAs nicht ebenso vergütet werden wie Assistenzärzte?

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Hi,

danke für die Aufklärung.

Das ist ziemlich heftig, was Du schreibst, Jenny. Und es geht absolut nicht, Berufsanfänger derart auszunutzen. Andererseits ist dieser Trend inzwischen bei vielen Berufen zu finden; manchen Berufsanfängern in der Wirtschaft geht es nach dem Studium in vielen Branchen ähnlich... die Generation "Praktikum" lässt grüßen:-((((

Aber zurück zu den PiAs:
Bedeutet das dann, dass die PiAs aktuell ähnlich bezahlt werden wie die früheren AiPs?

Im ärztlichen Bereich wurde ja - soweit ich weiß - diese Regelung irgendwann geändert
(siehe u.a. folgender Beitrag von 2004:
spiegel.de: "Arzt im Praktikum": Nun ist er weg. )

Wie dort steht, hat sich da jedoch auch der Ärzteverband sehr für die jungen Ärzte eingesetzt.

Wie sieht es da denn bei den Psychologen bzw. Psychotherapeuten aus? Bekommen die PiAs denn Rückendeckung von den "Alten", wenn sie um angemessene Bezahlung kämpfen?

Zum Stationspsychologen kann ich nur einen Gedanken hinzufügen: "Mehr Jahre an Berufserfahrung auf dem Buckel" empfinde ich in jedem Beruf von Vorteil, auch wenn die Ausbildung dieselbe ist. Und zum Großteil sind damit m.E. ein höheres Gehalt und damit Gehaltsunterschiede zwischen Berufsanfängern und Leute mit mehr Berufserfahrung gerechtfertigt, wenn auch nicht in den Größenordnungen, die Du beschreibst.

Aber in den meisten Berufen wächst man ja auch mit der Berufserfahrung. Eine gewisse Menschenkenntnis und Reife hilft schon viel... und die fehlte mir z.B. bei manchen Praktikanten oder PiAs in der Praxis. Aber das Problem gibt es auch in anderen Berufen... viele Berufsanfänger werden für wenig Geld mit Aufgaben konfrontiert, die oft noch "zu groß" sind... und sie werden verheizt. Ein Trend, der Sorgen macht... und im Psychiatrie-Bereich anscheinend nicht Halt macht.

Auf jeden Fall danke für die vielen Informationen!

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Liebe Fee, liebe Agnes,
vielen Dank dafür, dass Ihr Eure Erfahrungen mit PiA in der Behandlung aufschreibt, teilt, diskutiert! Das finde ich sehr spannend. Ich bin selber PiA und habe auch so meine Erfahrungen gesammelt. Da PiA gesetzlich nicht bezahlt werden müssen, werden sie bei ausreichend Angebot auch nicht bezahlt. Wir haben leider keine Approbation nach dem Studium, so dass unsere Leistungen, die wir am Patienten erbringen, auch nicht ohne Weiteres abgerechnet werden können. Unsere Situation ähnelt daher dem AiP, ist aber aufgrund der häufig sehr kryptischen Verträge eher noch schlechter.

Die Qualifikation von PiA halte ich auch für gut, da sie sich ja auch, abgesehen vom abgeschlossenen Studium, im Rahmen ihrer Psychotherapie-Ausbildung sehr intensiv weiterbilden. Dass sie dennoch in der Arbeit mit Patienten noch am Anfang stehen, ist klar.

Falls Ihr Interesse daran habt, unsere Bemühungen um bessere Bedingungen während der Praktischen Tätigkeit zu verfolgen, könnt Ihr Euch gern unter www.piapolitik.de oder www.pia-im-streik.de informieren.
Alles Gute und herzliche Grüße aus Berlin
Katharina

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Hallo Katharina,

hab' herzlichen Dank für Deine Informationen und die weiterführenden links! Wir werden am Ball bleiben, denn je zufriedener die behandelnden Psychologen sind, desto besser ist auch die Therapie. Zumindest ich habe (leider) extrem feine Antennen und habe sehr schnell gemerkt, wenn im Team oder bei der einen oder anderen behandelnden Person etwas nicht so stimmte...

Viel Glück für Euch und herzliche Gruesse, Fee

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Nachtrag:

Gern unterstützen wir Euch auch in Euren Bemühungen. Daher: Falls es wichtige Ankündigungen, Neuigkeiten etc. gibt, schreibt uns bitte an. Wenn es passt, veröffentlichen wir hier gern weitere Meldungen, die zur Verbesserung des Gesundheitssystems (bzw. zur Verbesserung der Situation von Behandelnden und Behandelten) dienen... dazu sind wir (auch) da!

Herzlich, Fee

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Liebe Forumsmitglieder,

für die Sendung Westpol im WDR Fernsehen möchten wir ebenfalls gern pber das Thema berichten. Daher würden wir uns freuen, wenn sich Praktikanten und Pias, Ehemalige und Patienten, die von Ihnen betreut wurden, bei uns melden würden. Wie gut werden Sie in der Ausbildung unterstützt? Was dürfen / müssen Sie selbstständig machen? Fühlen Sie sich manchmal mit der Situation überfordert. Wie ist die Bezahlung? Welche Erfahrungen haben Sie als Patienten mit Pias und Praktikanten gemacht? Wir würden uns freuen, wenn Sie sich rasch bei uns melden. Telefonisch unter 0211 8900 131 oder Sie antworten mir hier im Block. Herzlichen Dank!

Herzliche Grüße,

Anne Kynast
WDR Fernsehen
Redaktion Westpol

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Hallo,

es freut mich, dass hier über unseren Artikel diskutiert wird.
Es tut mir Leid, wenn ich mit dem Begriff "Praktikant" jemandem auf die Füsse getreten sein sollte. Das war nicht meine Absicht.
Ich habe Praktikum geschrieben, weil offizielle Stellen (wie die Gerichte, die über die Ansprüche von PiA geurteilt haben) das ebenso taten. Auch PiA haben ihr praktisches Jahr, mir gegenüber, meist Praktikum genannt.
Sicher gibt es gute und schlechte Kliniken. Die Qualität der Betreuung variiert, wobei sie laut mehrerer PiA und der zitierten Studie meist ungenügend zu sein scheint.
Die PiA, mit denen ich gesprochen hatte, haben ihr Pflichtpraktikum fast ausschließlich ganz zu Beginn der Ausbildung absolviert. Sie hatten fast keine theoretische oder praktische Therapieerfahrung. Dass dies keine Ausnahmen sind, wurde mir von den Kammern und Berufsverbänden bestätigt.
Und zum Unterschied Psychologe/Therapeut:
Es ist meiner Meinung nach generell nicht angemessen, dass man Akademiker ohne Entlohnung beschäftigt. Aber im Interesse der Patienten kann man PiA bzw. Psychologen nicht mit Therapeuten gleichsetzen. Sie sind eben noch keine Fachkräfte. Psychologen haben - anders als Mediziner - ein wissenschaftliches Studium hinter sich, dass für viele Berufe qualifiziert und eben nicht mit einer Approbation endet. Genau deswegen muss man ja eine mehrjährige Zusatzausbildung absolvieren. In einer ähnlichen Situation sind beispielsweise Juristen (oder Lehrer), die nach dem ersten Staatsexamen noch kein Anwalt oder Richter sein können. Auch sie müssen vor dem zweiten Examen Praktika machen, in denen sie unter Aufsicht üben können, sich aber noch nicht um komplizierte Fälle kümmern müssen.

Ich hoffe, dass ich einige Missverständnisse aufklären konnte.

Viele Grüße,

Philipp Alvares

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Hallo Frau Kynast,

können Sie hier denn mehr zu der Sendung "Westpol" erläutern? Denn je mehr Transparenz hier herrscht, desto mehr Interessenten dürften sich melden.

Ihren Aufruf werde ich an die PiA-Plattformen weiterleiten.

Darüberhinaus denke ich grundsätzlich, dass hier die eine oder andere ehemalige Patientin Beispiele nennen könnte/ würde. Der Wunsch nach Anonymität ist jedoch eventuell groß, da es sich ja um Aufenthalte in psychiatrischen bzw. psychosomatischen Kliniken handelt. Vielleicht sollten Sie hierzu noch etwas schreiben.

Auf jeden Fall danke für Ihr Interesse und für Ihre Anfrage!

Mit freundlichen Grüßen, Agnes

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Hi,

ich habe während meiner Zeit in psychosomatischen Kliniken bisher ganz, ganz tolle Psychotherapeutinnen in der Ausbildung kennengelernt.

Gleichzeitig war der/die eine oder andere einfach noch mit manchen Situationen ziemlich überfordert, u.a. weil er/sie allein da stand. Den Grad der Ausnutzung kann ich nicht beurteilen, da ich die Bezahlung der AiPs in den einzelnen Kliniken nicht kenne. Aber grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass die meisten wie volle und vor allem voll ausgebildete Arbeitskräfte eingesetzt werden.

Als ehemalige Patientin einer psychosomatischen Klinik will ich einige Beispiele nennen, wo einige PiAs und PraktikantInnen m.E. überfordert waren bzw. einfach ausgenutzt wurden:

a) Burnout

Allein aufgrund des Alters der Studienabsolventen dürften einige PiAs Probleme haben, sich in die Haut eines überarbeiteten Managers/Lehrers/Polizisten etc. hineinzufühlen und mit diesem pragmatische Lösungen für die Zukunft zu finden. Denn das Berufsleben eines jeden Einzelnen ist teilweise so unterschiedlich und so kurios, dass hier m.E. mehr Lebenserfahrung notwendig ist.

Praktisches Beispiel:
In einer Reha-Klinik wird ein Polizist wegen Mobbing behandelt. Der Therapeut (PiA) glaubt (wahrscheinlich aufgrund seiner Unerfahrenheit oder Navität) einfach nicht, was auf den Polizeistationen an Mobbing betrieben wird, er glaubt dem Patienten einfach nicht. Die Situation wird immer verfahrener, eine (erfolgversprechende) Therapie ist unmöglich. Patient wird während des Aufenthalts mehrmals körperlich krank (Infektionen). Er geht im Streit, es geht ihm schlechter als vorher.

b) Traumatherapie:

Viele junge Psychologen/innen in Ausbildung haben (noch) nicht das Werkzeug erlernt, das für eine seriöse Traumatherapie notwendig ist. Sie sollten auf jeden Fall schon um einiges weiter in ihrer Ausbildung sein, um auf diesem Gebiet zu arbeiten. Und sie sollten eine traumatherapie-spezifische Ausbildung machen.

Einige junge PiAs können auch - ganz einfach aufgrund ihres Alters - nicht alles nachvollziehen bzw. überblicken in diesem Bereich, u.a. wenn es um das Erlebte in der Vergangenheit geht bzw. wenn ältere PatientInnen in der Traumatherapie sind, deren Lebenserfahrungen bzw. -krisen aus einer ganz anderen Zeit stammen. Zudem haben die teilweise noch sehr jungen PiAs oft Probleme, von den älteren PatientInnen als gleichwertige Therapeutin anerkannt zu werden ("was weiß die schon vom Leben.").

Und wenn ich an den Spruch eines befreundeten Psychotherapeuten denke ("Traumatherapie und vor allem -konfrontation ist wie eine OP am offenen Herz ohne Narkose"), dann dürfte zumindest an diesem Bild deutlich werden, warum hier meist erfahrenere TherapeutInnen eingesetzt werden sollten.

Weitere Beispiele:

Eine PiA wird in einer Klinik eingesetzt, um mit einer Gruppe von PatientINNEN PMR oder Autogenes Training (Entspannungstechniken) zu machen. Eigentlich ein sehr sicheres Feld. Dann aber destabilieren zwei Patientinnen, reagieren mit dissoziativen Symptomen. PiA ist allein zu überfordert, um angemessen zu reagieren.

In einer mir bekannten Klinik werden die PraktikantInnen oder PiAs dafür eingesetzt, den Frühsport (Beginn 7 Uhr) zu leiten, ausgebildet sind sie dafür eindeutig nicht - und weniger sportliche Psychologen in Ausbildung haben große Probleme (oder anders: Sie verlieren dort jeglichen Respekt aufgrund ihrer Unsportlichkeit, auch wenn dies für Ihre therapeutischen Qualitäten völlig unwichtig ist). Einen Sportlehrer oder Physiotherapeuten möchte man nicht extra bezahlen, die meisten anderen Therapeuten trudeln gegen 8 bis 9 Uhr ein.

....

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Hallo Herr Alvarez,

herzlichen Dank für Ihren Artikel im SPIEGEL, der ja auch die Diskussion hier angestossen hat. Und danke für Ihren Kommentar hier bei Sozialblog.com. Der Diskussionsbedarf scheint groß zu sein - und die Notwendigkeit, etwas zu ändern, besteht eindeutig! Und es wird sich hoffentlich irgendwann bald etwas tun - in die richtige Richtung!

Mit herzlichen Grüßen,

das Sozialblog.com-Team

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Liebe Frau Kynast,

ich habe Ihre Anfrage auf folgenden Seiten veröffentlicht:
https://www.facebook.com/pia.im.streik (sowie auf weiteren PiA-Facebook-Seiten)
http://www.pia-im-streik.de/
http://piaforum.de/ (Was ist los in Berliner Kliniken?)

und zudem noch über verschiedene Mailinglisten gesendet.
Antworten werde ich an Sie weiter leiten.

An dieser Stelle möchte ich auf unser Video hinweisen:
http://www.youtube.com/watch?v=s30N1QmsQfA&feature=youtu.be

Ein weiteres Video ist noch in Arbeit und wird demnächst veröffentlicht.

Viele Grüße
Stefanie Ulrich

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Herr Altmann, Sie schrieben "...die zudem einen Gutteil Ihrer theoretischen wie praktischen psychotherapeutischen Tätigkeit bereits belegt haben müsssen, bevon sie ihr klinisches Jahr auf psychiatrischen Stationen absolvieren. " Dies ist schlicht falsch, denn die psychotherapeutische Ausbildung beginnt meist als Praktikant in der Klinik ohne eine vorherige psychotherapeutische Ausbildung.
Susanne, Sie schrieben pauschal, daß sich PiAs nicht die Situation gemobbter Polizisten vorstellen können. Das ist sehr pauschal argumentiert und es gibt sicherlich in jeder Berufsgruppe interindividuelle Unterschiede in einzelnen Fähigkeiten.

Mit freundlichen Grüßen

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Hallo Karin,

ich meinte das nicht "pauschal", entschuldigen Sie daher bitte, wenn dies bei Ihnen so rüberkam.

Pauschalisierungen finde ich per se gefährlich. Daher schrieb ich ganz bewusst: "... einige PiAs". Das Beispiel des Polizisten, das ich nannte, ist real und eine Erfahrung, die ich in einer Therapiegruppe in einer psychosomatischen Reha-Klinik machte."

Herzliche Gruesse von Susanne

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Herr Alvarez, Sie schreiben, es sei ihrer Meinung nach "generell nicht angemessen, dass man Akademiker ohne Entlohnung beschäftigt. Aber im Interesse der Patienten kann man PiA bzw. Psychologen nicht mit Therapeuten gleichsetzen. Sie sind eben noch keine Fachkräfte. Psychologen haben - anders als Mediziner - ein wissenschaftliches Studium hinter sich, dass für viele Berufe qualifiziert und eben nicht mit einer Approbation endet."

Auch Mediziner absolvieren ein wissenschaftliches Studium und bekommen von dem im Artikel erwähnten "Grundlagen"-Wissen in Klinischer Psychologie und Psychotherapie aufgrund der Vielzahl an anderen medizinischen Fachgebieten nur einen Bruchteil dessen vermittelt, was Bestandteil des Psychologiestudiums ist.
Assistenzärzte am Beginn ihrer Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie/Psychosomatik und Psychotherapie, die unter Umständen auch ihr PJ auf rein somatischen Stationen absolviert haben, sind also genauso wenig Fachkräfte wie Psychologen zu Beginn ihrer Psychotherapieausbildung. Sie können sich in den o.g. Beispielsituationen genauso überfordert fühlen. Trotzdem kriegen sie ein volles Gehalt und keinen Artikel mit dem Titel "Therapie beim Assistenten", in dem ihre Fachkunde und ihre Fähigkeit zum weitgehend eigenständigen Arbeiten in Frage gestellt werden.

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Hallo Annika,

ich glaube, Sie tun Herrn Alvarez gerade Unrecht. Denn der Tenor seine Artikels im SPIEGEL war eindeutig, dass die PiA eine angemessene Bezahlung verdient haben - und eindeutig nicht, dass es hier Unterschiede geben sollte.

Gleichzeitig haben - soweit ich weiß - die Assistenzärzte noch vor Jahren als AiP auch nur einen Bruchteil des angemessenen Gehalts erhalten. Das heißt, die angehenden Ärzte waren zu einer bestimmten Zeit in einer ähnlichen Zeit wie die PiAs. Erst 2004 wurde diese Regelung geändert (siehe oben: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/arzt-im-praktikum-nun-ist-er-weg-a-320950.html).

Und es wird höchste Zeit, dass sich auch für die PiA die (finanzielle) Lage in den Psychiatrien und psychosomatischen Kliniken ändern sollte.

In Hinblick auf die noch unzureichenden Praxiserfahrung stehen sich die PiA und die Assistenzärzte oft sicherlich gleich. Und da dürften sich alle einige sein. Eine Herz-OP dürfte auch von keinem Assistenzarzt durchgeführt werden, er assistiert wahrscheinlich. Und im Psychiatrie-/Psychologie-Bereich sollte er anfangs sicherlich auch nicht auf die harten Fälle allein "losgelassen" werden. Auch da kenne ich Fälle, dass die Ärzte in der psychotherapeutischen Ausbildung in der Medikamentenzuteilung und -umstellung sich nicht immer wirklich auskannten.

Kurz:
Berufsanfänger sind halt Berufsanfänger - in jedem Beruf. Und teilweise werden diese heutzutage eben ausgenutzt und überfordert, in vielen Berufsbereichen. Schlimm ist, dass im medizinischen und psychotherapeutischen Bereich die Patienten das oft ausbaden müssen. Und schlimm, dass in einigen Psychiatrien und psychosomatischen Kliniken nur noch sehr wenige erfahrene Kräfte arbeiten, u.a. weil ein Diplom-Psychotherapeut in seiner eigenen Praxis mehr verdient und mehr Freiraum hat?! Die Situation in den medizinischen Krankenhäusern sieht jedoch ähnlich aus, das ist leider die aktuelle Situation. Aber darum ging es in dem Artikel von Herrn Alvarez nicht.

Die PiA sollten sich m.E. jedoch nicht in ihrer Kompetenz oder Ehre angegriffen fühlen, wenn (ehemalige) Patienten feststellen, dass die PiA teilweise doch überfordert waren und teilweise nicht korrekt gehandelt haben. Dafür stehen die PiA ja auch erst am Anfang ihrer Karriere. Ein angehender Manager wird ja auch nicht sofort mit einem zweistelligen Millionenbudget oder der alleinigen Verantwortung für komplexe Zusammenhänge betraut. Dieser muss auch erst eimal Erfahrung, Berufsjahre und Menschenkenntnis sammeln.

Kurz:
Kein PiA wird hier angegriffen - eher das Gegenteil. Anstatt hier zu spalten, wäre es sicherlich sinnvoll zu sehen, dass beide - Assistenzärzte und Pia - eine angemessene Bezahlung und Ausbildung ohne Ausnutzung und Überforderung verdient haben. Zu Gunsten ihrer selbst und zum Vorteil der Patienten.

Aktuell haben die Assistenzärzte zumindest finanziell bereits einiges mehr erreicht, vielleicht weil deren Geschichte bereits einige Jahre länger her ist. Aber ich hoffe auch für die PiA, dass sich hier auch einiges für sie tun wird!

Herzlich, Susanne

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Es stimmt, dass im Artikel eine angemessene Vergütung gefordert wird. Das freute mich auch zu lesen.
Trotzdem finde ich es schade, dass recht einseitig auf die Überforderungen und die "Defizite" der PiAs eingegangen wird und kaum herauszulesen ist, dass PiAs nach fünf Jahren Studium, das auch Praktika einschließt, hochqualifizierte Arbeitskräfte sind und durchaus sehr viele Tätigkeiten eigenverantwortlich und kompetent durchzuführen wissen. Sicher bestreitet das niemand, aber ich hätte mir gewünscht, das noch deutlicher herauszulesen. Das würde auch unsere Forderung nach einer angemessenen Vergütung erleichtern.

Und es war nicht meine Absicht zu spalten. Den Vergleich zu Assistenzärzten habe ich gezogen, weil er häufig angeführt wird und weil Assistenzärzte beim Berufseinstieg häufig noch deutlich mehr Verantwortung tragen als PiAs, ohne dass es hier eine vergleichbare Diskussion über ihre Kompetenzen gäbe.

Dass sich grundsätzlich etwas ändern muss an der psychotherapeutischen Versorgung und dass die jetzige Regelung in ihrer Intransparenz auch aus Patientensicht untragbar ist, steht auch für mich außer Frage.

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Liebe Annika,

die hohe Qualifikation spricht Ihnen wirklich niemand ab. Und hier "...weil Assistenzärzte beim Berufseinstieg häufig noch deutlich mehr Verantwortung tragen als PiAs, ohne dass es hier eine vergleichbare Diskussion über ihre Kompetenzen gäbe." irren Sie sich. Die Überforderung mancher Assistenzärzte z.B. bei der mitmenschlichen Kommunikation, ist - zumindest bei den betroffenen Patienten - auf jeden Fall Thema.

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Ich möchte zu diesem Thema nur kurz einwerfen, daß es Studien gibt, die zeigen, daß Berufsanfänger gleich gute Therapieerfolge erzielen, wie erfahrene Therapeuten!

Natürlich gibt es immer mal wieder überforderte PiA's. Genauso wie überforderte Assistenzärzte. Und Unterstützung bzw. Supervision sollte für Berufsanfänger (egal ob PiA oder "nur" als Diplom-Psychologe angestellt bzw. auch in jeglichem Beruf) selbstverständlich sein. Gleichzeitig gibt es aber auch mal überforderte oder unmotivierte oder einfach unfähige "Alte Therapeuten".

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Hallo Julia,

danke für den Hinweis. Über mehr Informationen zu diesen Studien wäre ich sehr interessiert.

Wichtig ist bei allem, was hier steht:

Niemand will die PiA angreifen. Nur deutlich wird immer wieder, dass im System etwas nicht stimmt. Und genau darum gibt es die PiA, die kaum ein Einkommen haben, die sich ausgenutzt fühlen, und es gibt die ehemaligen PatientInnen, die eben einiges anders erleben mussten.

Und genauso wie die PiAs dürfen die betroffenen PatientInnen hier ihre Erfahrungen darstellen. Dafür ist der Sozialblog da. Deren Erfahrungen sollten auf jeden Fall ernst genommen und nicht wegdiskutiert werden!

Kurz:
Es wäre sinnvoll, beides
("Ja, es gibt ausgezeichnete PiA" und "Ja, aufgrund der fehlenden (Praxis- und Menschen)Erfahrung der PiA können z.T. schwere Fehler entstehen, unter denen Patienten leiden") nebeneinander stehen lassen.

Denn sie widersprechen sich nicht.

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Hi,

wir werden das hier im Blog nicht erfahren und auch nicht ausreichend ausdiskutieren können, aber spannend für die PiA ist es sicherlich, herauszubekommen, wie viele von Ihnen wirklich angemessene, wohlwollende und regelmäßige Unterstützung und Superversion an ihrem Arbeitsplatz erhalten.

Gruß, Susanne

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Hallo Fee

ich finde es sehr wichtig, auch negative Aus- bzw. Nebenwirkungen von Therapie zu nennen. Diese können bei jeder - auch adäquat durchgeführten - Therapie auftreten. Und auch Behandlungsfehler können passieren, das will ich weder leugnen noch herunterspielen. Jeder einzelne Patient, dem so etwas passiert, ist zu viel! Und mir liegt sehr viel daran, die qualitative Absicherung von (meinen) Therapien zu verbessern.

Aber die Problematik alleine bei den PiA's zu sehen, ist der Situation denke ich nicht angemessen. Zumal ich selbst als PiA erlebt habe, daß ich mich mit weitaus größerem Engagement (natürlich nicht Erfahrung) für Patienten, Angehörige und auch Schwestern eingesetzt habe und daher auch in vielen Situationen der erste Ansprechpartner war.

... wie gesagt, möchte ich die negativen Erfahrungen, die einige machen mußten, dadurch nicht kleinreden!

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Hallo zusammen,
ich bin per Zufall bei meiner Recherche zum Thema PiA'ler auf diesen Blog gestoßen. Ich bin Journalistenschülerin in München und plane eine Geschichte zum Thema PiA'ler in JVAs (in Bayern, wenn möglich Raum München). Es geht mir darum, die erschwerten Arbeitsbedingungen aufzuzeigen und mehr über die Anforderungen an PiA'ler in der alltäglichen Arbeit zu erfahren.
Meine Anfrage habe ich bereits in die Facebook-Gruppe PiaPortal gepostet, über Kontakte oder Infos von eine/m von euch freue ich mich sehr. Vielen Dank für eure Hilfe!
Dalia

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