Bildungs- und Teilhabepaket

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Das Bildungs- und Teilhabepaket ist gedacht für bedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die noch zur Schule gehen. Voraussetzung ist u.a. der Bezug von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Sozialhilfe. Auch wenn die Eltern den Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, besteht der Rechtsanspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistungen. Dies kann auch für Familien gelten, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten.  Zuletzt können auch Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket bezogen werden, wenn z.B. die Eltern eines Kindes keine der oben genannten Sozialleistungen beziehen, aber aufgrund von niedrigen Löhnen die spezifischen Bildungs- und Teilhabebedarfe des Kindes nicht decken können.

Gelder können z.B. bezuschusst werden für:

- Persönlicher Schulbedarf
- Lernförderung
- Mehraufwendungen für Mittagessen in Kita, Schule und in der Kindertagespflege
- Hobbies (Sport, Musik, Mitmachen im weiteren Sinne)
- Schulausflüge und/ oder Klassenfahrten
- Schülerbeförderung

Die konkrete Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets ist je nach Bundesland, Stadt, Kommune oder Kreis teilweise unterschiedlich. Vor allem in den Details können sich die Leistungen unterscheiden. Gleichzeitig besteht jedoch landübergreifend ein Grundsatz: Die Antragstellung, Bewilligung und Auszahlung der Gelder soll so unkompliziert wie möglich erfolgen.

Unter http://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsmarkt/Grundsicherung/Leistungen-zur-Sicherung-des-Lebensunterhalts/Bildungspaket/bildungspaket.html finden Sie eine Grafik (Länderübersicht) mit der Möglichkeit, die Kontaktstellen der einzelnen Bundesländer anzeigen zu lassen. Wenn Sie auf die Grafik und dann auf das zutreffende Bundesland klicken, erfahren Sie zudem mehr über die jeweilige Zusammensetzung des Bildungs- und Teilhabepakets. Auch wissen die Kindergärten, Schulen, Vereine etc. Bescheid über das Vorgehen und können Ihnen auch die notwendigen Antragsformulare und weitere Formulare aushändigen. Natürlich können Sie sich jedoch auch im Jobcenter oder in den Bezirksämtern, Rathäusern etc. nach den richtigen Ansprechpersonen erkundigen.  

Quellen und Beispiele:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Bildungspaket
Bremen-Pass

Das Hamburger Bildungs- und Teilhabe-Paket


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