Gutachten - Einsicht in Akten?

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Sie sind unsicher nach einem Gutachtertermin? Sie wollen wissen, was ein Gutachter über Sie geschrieben hat? Dann fragen Sie nach.

Patienten haben nämlich in der Regel ein Recht auf Akteneinsicht (§ 25 SGB X). Im Sinne eines vertrauensbildenden Umgangs ist es sogar sinnvoll, wenn die Gutachter/innen den Inhalt des Gutachtens bereits im Vorfeld mit den Betroffenen durchsprechen - leider ist dies jedoch nicht immer gegeben.

Aber Sie können nach dem Gutachtertermin selbst aktiv werden: 
Bei körperlichen Krankheiten (z.B. orthopädischen Gutachten) können Sie den Sozialleistungsträger (z. B. Krankenkasse, Rentenversicherung) um Akteneinsicht bitten und das Gutachten sogar kopieren (ggf. entstehen Kopierkosten). Auch ist es möglich, schriftlich um die Zusendung des Gutachtens zu bitten.

Bei psychischen bzw. psychosomatischen Krankheiten (z.B. neurologischen oder psychiatrischen Gutachten) besteht der Sozialleistungsträger darauf, dass Sie das Gutachten gemeinsam mit einem Arzt oder einem Therapeuten durchgehen - um sich bestimmte Begriffe oder Aussagen sofort erklären zu lassen. Was auch sinnvoll ist. Daher ist es hier am besten, den Sozialleistungsträger schriftlich darum zu bitten, das Gutachten an einen Arzt oder Therapeuten Ihres Vertrauens zu übersenden - und diesen dann in der Sprechstunde zu bitten, das Gutachten mit Ihnen gemeinsam durchzuschauen.