Präventionskurse/Primärprävention

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Die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Kosten für präventive Maßnahmen. Darunter fallen auch Kurse wie z.B. Qi Gong, Yoga, Progressive Muskelrelaxion (PMR), autogenes Training, Tai Chi, Nordic Walking, Pilates, Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik, Ernährungsberatung oder auch Raucherentwöhnung. Die Höhe der Übernahme für die jeweiligen Kurskosten (teilweise bis zu 80 Prozent) werden von den einzelnen Krankenkassen in ihren Satzungen geregelt. Im Rahmen eines Bonusprogramms wird die Teilnahme zusätzlich anerkannt.

Für den Kursanbieter gelten bestimmte Voraussetzung, die erfüllt sein müssen, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Ein Tipp: Manche Krankenkassen bieten auch verschiedene Kurse auf der eigenen Website an, einige haben bereits einen Suchservice (Welcher Kurs in meiner Nähe?) auf der eigenen Website eingerichtet.

Fragen Sie immer vorsichtshalber bei Ihrer Krankenkasse vorab nach, inwieweit der von Ihnen bevorzugte Kurs abgegolten werden kann Und fragen Sie auch nochmals Ihren Kursleiter, ob er bereits ein Zertifikat einer Krankenkasse nach § 20 fünftes Sozialgesetzbuch besitzt bzw. die notwendigen Qualifikationen erfüllt. In der Regel erkennen Krankenkassen, die den einzelnen Kurs noch nicht zertifiziert haben, das Zertifikat einer anderen Krankenkasse auch an.

Normalerweise treten die Versicherten in Vorkasse, um dann mit dem Abschlusszertifikat (u.a. muss ersichtlich sein, ob der/die Versicherte den Kurs auch wirklich regelmäßig besucht hat) die nachträgliche Kostenübernahme bei ihrer Krankenkasse zu beantragen. Bitte beachten Sie auch hier: Manche Krankenkassen fordern inzwischen, dass ein von ihnen dafür vorgesehenes Formular vom Kursanbieter ausgefüllt und abgestempelt wird. Deswegen auch hier: Fragen Sie vorab bei Ihrer Krankenkasse nach, welches Prozedere hier vorgesehen ist. 



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Was ich übrigens nicht so klasse finde und auch nicht wirklich begreife: Meine Krankenkasse bezahlt jeden Kurs nur einmal innerhalb von zwei oder drei Jahren. Wenn ich also Qui Gong betreibe, dann bekomme ich die Kosten einmal ersetzt, später nicht mehr. Wenn ich Kurs-hopping betreiben würde (also erst Qui Gong, dann Yoga, danach PMR etc.), dann würde mir die Krankenkasse die Kosten immer übernehmen, solange ich nur zwei Kurse pro Jahr mache. Und das verstehe ich nun wirklich nicht. Warum wird Kurs-Hopping (alles einmal ausprobieren, aber überall nur reinschnuppern) unterstützt, während die Motivation, EINE Präventionssportart grundlegend beherrschen zu wollen, weniger unterstützt wird? Für stichhaltige Atgumente wäre ich da doch sehr dankbar!