Haushaltshilfe

|

Haushaltshilfe wurde vom Gesetzgeber als Kassenleistung definiert. Sie kann verordnet werden für den Fall, dass die haushaltsführende Person - aufgrund einer stationärer Behandlung im Krankenhaus oder in einer Kureinrichtung - den Haushalt nicht weiterführen kann. Voraussetzung ist, dass keine andere im Haushalt lebende Person die Versorgung der Kinder/des Kindes unter 12 Jahren bzw. die Versorgung eines behinderten Kindes problemlos übernehmen kann. Erbracht werden kann die Haushaltshilfe in einem solchen Fall durch den Partner (Verdienstausfall etc. wird dann erstattet), einen Familienangehörigen (Fahrkosten, eventuell auch Verdienstausfall werden berücksichtigt!), einen Nachbarn oder einen Pflegedienst.

Die meisten Kassen erstatten den Verdienstausfall bei dem einspringenden Partners oder bei Familienangehörigen bis zum zweiten Grad. Sofern kein Verdienstausfall entsteht, werden die Fahrkosten erstattet. ACHTUNG! Hier kann es jedoch anderslautende Satzungsregelungen bei einzelnen Krankenkassen geben. Erkundigen Sie sich daher direkt bei dem zuständigen Ansprechpartner Ihrer Krankenkasse, um die Details zu klären.

Mit den Pflegediensten haben die einzelnen Krankenkassen in der Regel regionale Verträge (die Krankenkassen bezahlen hier bis zu 26,00 Euro pro Stunde plus Fahrkosten).

Für weitere Familienangehörige und Bekannte/Freunde bezahlen die Krankenkassen ca. 7,75 Euro pro Stunde.

Wichtig ist auch hier: Es gilt wie überall ie Zuzahlungsregelung von 10 Prozent (mind. 5,- Euro, max. 10,- Euro pro Tag). Eine Ausnahme besteht beim Anspruch auf Haushaltshilfe im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft.

Bei ambulanten Behandlungen kann jede Krankenkasse im Rahmen ihrer Satzung beschließen, in welchem Umfang sie für eine Haushaltshilfe die Kosten übernehmen bzw. teilweise erstatten will. Meistens wird ein Gutachter vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung eingeschaltet, um den individuellen Fall zu überprüfen. Da ambulante Operationen in Zukunft häufiger vorkommen werden, werden hier jedoch irgendwann sicherlich klarere Regelungen notwendig sein. Grundsätzlich gilt: Sprechen Sie in einem solchen Fall so früh wie möglich mit Ihrer Krankenkasse!

Nicht immer ist es jedoch möglich, vorab alles mit der Krankenkasse zu klären. Denn oft genug sind es Notfälle, also ungeplante Krankenhausaufenthalte und/oder Operationen, die eine Haushaltshilfe erfordern. Bitte beachten Sie in einem solchen Fall, dass Sie bei einer selbstbeschafften Haushaltshilfe in Vorkasse treten müssen. Aufgrund eines längeren Überprüfungsprozesses (MDk etc.) kann es dann gut möglich sein, dass Entscheidung der Krankenkasse erst dann vorliegt, wenn die Haushaltshilfe bzw. der Notfall bereits Vergangenheit ist.