Medizinischer Dienst der Krankenversicherung

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Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, oftmals als MDK bezeichnet, ist der gutachterliche Dienst der gesetzlichen Krankenkassen. Die Krankenkassen können ihn zur gutachterlichen Stellungnahme heranziehen, aber auch Ihr Arbeitgeber kann die Krankenkasse beauftragen eine Vorstellung beim MDK zu veranlassen, wenn er Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit hat.

Der MDK ist nicht für eine Krankenkasse zuständig, sondern für alle Krankenkassen an seinem Sitz. D.h. DAK, BARMER, HEK, GEK, HZK, TK, IKKen, BKKen, LKK, SeeKK, BKn, AOKen und Hamü nutzen den gleichen ärztlichen Dienst.

Die Begutachtung dort würde ich immer als Gelegenheit verstehen zu beweisen, dass mein Antrag (z.B. auf Hilfsmittel, Kur, stationäre Behandlung) bzw. meine Arbeitsunfähigkeit gerechtfertigt ist. Denn sollte eine andere Entscheidung dort getroffen werden, kann ich jederzeit über eine Anhörung oder einen Widerspruch Zweitgutachten erstellen lassen.

Sollte bei diesem Zweitgutachten der gleiche Gutachter zu dem gleichen Urteil kommen, wie bei der ersten Begutachtung, ist eine weitere Begutachtung durch einen zweiten Gutachter durchzuführen.

4 Kommentare

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Hi, passend zu dem Thema noch einmal ein weiterer Beitrag:

http://www.sozialblog.de/blog/2008/02/mdk-was-ist-das.html

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Was vielleicht noch wichtig ist:

Gutachter des Medizinischen Dienstes werden in vielen Fällen eingeschaltet, nicht nur, wenn es sich um Arbeitsunfähigkeit handelt.

Auch bei Fragen um die richtige Behandlung, die passende Fachklinik, bei Anträgen auf Therapien, Pflege etc. wird des Öfteren der Medizinische Dienst eingeschaltet. Oft wird auch nicht im persönlichen Kontakt, sondern am Schreibtisch auf Basis von Schriftverkehr, Attesten etc. entschieden. Nicht immer wird ein persönliches Gespräch mit dem Patienten geführt. Dies ist wichtig zu wissen.

Und ein Tipp:
Für die Anhörung oder den Widerspruch sollte man sich immer die Gutachten bzw. den Kommentar des Gutachters zusenden lassen. Denn nur so können Sie auf die Argumente eingehen. Und spätestens dann würde ich aus Erfahrung immer einen juristisch versierten Fachmann vorab um Hilfe bitten.

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Hi,

das erinnert mich alles sehr an meine Erlebnisse im letzten Jahr mit dem MDK - die teilweise sehr heftig waren, und mich wirklich fertigmachten. Werde jedoch dazu einen neuen Beitrag aufmachen.

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Hi,

eine gute Freundin hatte letztens Besuch vom MDK zuhause, da es um eine Pflegestufe ging (sie ist durch einen Unfall seit letztem Jahr behindert). Bei einer anderen Freundin ging es um eine sozialpsychiatrische Betreuung bzw. um die Verlängerung. Auch hier kam der MDK nach Hause. Also: Der MDK kann sowohl zum Gespräch einladen als auch bei Betreuungs- und Pflegethemen sich selbst einladen...

Gut ist auf jeden Fall, jemanden dabei zu haben als Zeuge!

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