Ambulante Hospizpflege

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Patienten, die eine palliativ-medizinischen Behandlung benötigen, haben grundsätzlich Anspruch auf Hospizpflege. Die Höhe der Leistung werden in der jeweiligen Satzung der Krankenkasse geregelt. Die Krankenkasse hat zudem die Pflicht, ambulante Hospizdienste zu fördern, die für Versicherte, die keine stationäre oder teilstationäre Versorgung in einem Hospiz benötigen bzw. wollen, gedacht ist. Diese Hospizdienste, haben die Aufgabe, eine qualifizierte und ehrenamtliche Sterbebegleitung im Haushalt bzw. der Familie des Schwerkranken zu erbringen.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass der ambulante Hospizdienst

1. mit palliativ-medizinisch erfahrenen Pflegediensten und Ärzten zusammen arbeitet

2. unter der fachlichen Verantwortung einer Krankenschwester, eines Krankenpflegers oder einer anderen fachlich qualifizierten Person steht, die über mehrjährige Erfahrung in der palliativ-medizinischen Pflege oder über eine entsprechende Weiterbildung verfügt, und zudem eine Weiterbildung als verantwortliche Pflegekraft oder eine Leistungsfunktion nachweisen kann.



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4 Kommentare

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Hallo,

da ich zzt leider zwei Personen kenne, die sich mit diesem Thema persönlich beschäftigen müssen: Weiß jemand, inwieweit und wo die ambulanten Hospizdienste schon zu finden sind? Bisher merken beide immer wieder nur, dass es höchst schwierig und auch teuer sein kann, einen stationären Hospizaufenthalt zu kriegen. Und so makaber es klingt: Die Zeit läuft weg.

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Hospize findet man in Gelben Seiten. Die Adressen von Vertragshäusern können auch die Kranken- und Pflegekassen geben.

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Hi,

habe durch Zufall eine Broschüre in die Hand bekommen, die sich genau um das Thema dreht.

Es gibt seit Neuestem einen
- "Hospizführer Hamburg", herausgegeben von der Freien und Hansestadt Hamburg, von der Behörde für Soziales.

Dort sind auch ambulante Dienste aufgeführt, darüber hinaus wichtige Informationen zu anderen Themen, Kontaktstellen, Schulungen für die Angehörigen etc. etc.

Letztlich wurde mir beim Durchblättern jedoch auch deutlich, dass es echt wenige Plätze gibt, selbst in so einer Großstadt. Mir ist damit auch klar, warum einige so große Probleme haben, einen Platz zu bekommen.

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Das Thema "ambulante Palliativmedizin" wird gerade auch in den breiteren Medien aufgegriffen. Im aktuellen "Spiegel" vom 16.02. ist z.B. ein Bericht enthalten, der die desaströse Lage in der ambulanten Palliativmedizin aufzeigt. Mit verantwortlich sind hier die Krankenkassen, die trotz der Gesetzgebung nicht für die notwendigen Rahmenbedingungen, Verträge und Kostenzusagen bzw. Antragsgenehmigungen sorgen. Leider!

Wer sich interessiert, besorge sich den neuen Spiegel, der ja ab morgen überall in den Kiosken zu finden ist.

Siehe hierzu auch den anderen Beitrag im Sozialblog:

http://www.sozialblog.de/blog/2008/12/was-ist-palliativmedizin.html

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