Einheitlicher Beitragssatz

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Zum 1.1.2009 kommt der einheitliche Beitragssatz, die Höhe steht aktuell noch nicht fest. Denn ist das Wort einheitlich eine Mogelpackung unserer Regierung. Kommt eine Kasse mit den Beiträgen nicht aus, wird ein Sonderbeitrag erhoben. Erwirtschaftet eine Krankenkasse einen Überschuss wird es zum Ende des Kalenderjahres eine Ausschüttung geben.

Die IKK-Direkt in Kiel zum Beispiel geht von einer Ausschüttung von 10,00 Euro pro Beitragsmonat aus. Sprich aus wird alles beim jetzigen Stand bleiben. Einzige Ausnahme ist, dass die Regierung von den gut wirtschaftenden Krankenkassen verlangt, dass deren Kunden ihren Krankenkassen einen kostenlosen Kredit gewähren.

Wieder mal eine Reform durch die der Bürokratismus im Gesundheitssystem aufgebaut anstatt abgebaut wird. Auch nach dem 1.1.09 wird es unterschiedliche Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung geben.

7 Kommentare

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Hi,

heißt das, ich zahle zuerst auf dem Papier einen einheitlichen Satz wie alle anderen auch - und bekomme dann im Zweifelsfall nach einem bestimmten Zeitraum wieder Geld zurückerstattet? Habe ich das richtig verstanden?

Herzliche Gruesse, Agnes

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Genau.

Krankenkassen, die mit dem einheitlichen Beitrag auskommen und einen Überschuss erwirtschaften, zahlen diesen Überschuss an ihre Kunden aus. Der Einheitliche Beitragssatz ist allerdings noch festzulegen (erfolgt im 4. Quartal 2008).
Es wird also auch im Jahr 2009 unterschiedlich Beiträge geben.

Inzwischen gibt es schon Krankenkassen, die zum jetzigen Zeitpunkt wissen, dass sie einen Sonderbeitrag erheben müssen, d.h. einen Aufshlag zu dem einheitlichen Beitragssatz verlangen werden. Zum 1.1. wird wohl noch Zurückhaltung herrschen. Es wird allerdings damit gerechnet, dass zum 1.2.2009 spätestens zum 1.4.2009 die ersten Sonderbeiträge erhoben werden. Es nur eine Frage wer sich zu erst traut.

Zum 1.7.2008 gab es bei vielen Krankenkassen eine erneute Beitragssatzerhöhung, so dass bis zum Ende dieses Monats seine Krankenkasse kündigen kann. Allzu ein Wechsel lohnt sich egal, was die Außendienstmitarbeiter der teureren Kasse sagen.

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Hi,

mir geht's ja mehr um bestimmte Leistungen als um einen geringen Beitragssatz. Wenn ich wüsste, dass ich beim nächsten Mal nicht wieder Himmel und Hölle in Bewegung setzen muss, wenn es im nächsten Jahr um die Intervalltherapie in der Traumaklinik geht, dann würde ich selbst zu einer teureren Klinik wechseln. Aber das kann ja niemand versprechen...

Deswegen bleibe ich dann doch lieber bei der Krankenkasse, bei der ich inzwischen zwar einiges heftiges erlebt habe, aber die wenigstens meine Fall kennt, und die Unterlagen vorliegen hat. Vielleicht sind sie ja beim nächsten Mal ein wenig "netter"... zumindest sollten die Sachbearbeiter inzwischen wissen, dass ich weder übertreibe (sonst wäre ich nicht gleich solange berentet worden) noch aufgebe (dafür ist mir die weitere Genesung zu wichtig, und glücklicherweise habe ich einen tollen Anwalt und gute Ärzte).

Oder hat jemand einen anderen Rat?

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Danke für die Info!!!

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Nachrichten aus Spiegel online 05.10.2008

Berlin - Jetzt ist es offiziell: Nach einem Beschluss des Koalitionsausschusses steigt zum 1. Januar 2009 der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicher auf 15,5 Prozent. Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sinken dagegen von 3,3 auf 2,8 Prozent. Der drastisch steigende Beitrag für die Krankenkasse soll mit der Senkung des Arbeitslosenbeitrags abgefangen werden.


MT  Standard-Benutzerbild

Das kommt auf die Perspektive an:

Wer bisher bei einer günstigen Kasse war, zahlt natürlich trotzdem mehr. Mehr zahlen auch alle, die nicht über die gesetzliche Arbeitslosenversicherung versichert sind.

Für einen Selbständigen können das so bis zu ca. 100,- EUR im Monat mehr sein, die er mit dem Einheitsbeitrag zahlen muss.

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Du hast Recht!

Einen wichtigen Hintergrundartikel aus der Ärztezeitung von heute will ich nicht vorenthalten:

Quelle: Ärztezeitung 06.10.08
http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/?sid=514548