Wer erhält eigentlich den "blauen Parkausweis" oder einen Sonderparkplatz?

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Als „Erleichterung im Personenverkehr" bekommen Schwerbehinderte einen Parkausweis und/ oder einen Sonderparkplatz. Die Schwerbehinderung wiederum wird durch einen Schwerbehindertenausweis mit einem besonderen Merkzeichen belegt.

Grundsätzlich erfüllen Schwerbehinderte mit den Merkzeichen „aG" oder „Bl" die Voraussetzung für den blauen Parkausweis.

Beim blauen Parkausweis handelt es sich um eine Ausnahmegenehmigung, die bei der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde beantragt werden muss. Der Parkausweis ist gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe anzubringen.

Er berechtigt dazu

• im eingeschränkten Halteverbot, im Zonenhalteverbot und auf Anwohnerparkplätzen bis zu 3 Stunden zu parken.

• im Zonenhalteverbot oder an Stellen, an denen Parkzeitbegrenzungen bestehen, die zugelassene Parkdauer zu überschreiten.

• in Fußgängerzonen während der Ladezeit zu parken,

• in verkehrsberuhigten Bereichen auch außerhalb der gekennzeichneten Flächen zu parken, sofern der durchgehende Verkehr nicht behindert wird,

• an Parkuhren und Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitlich unbegrenzt zu parken.

Einige Bundesländer räumen die oben genannten Parkerleichterungen auch Schwerbehinderten ein, die nicht das Merkzeichen „aG" im Schwerbehindertenausweis haben (z. B. für Rheuma oder Osteoporose-Patienten).

Es lohnt sich daher für Betroffene, bei der jeweiligen Stadt-, Gemeinde- oder Kreisverwaltung oder Verkehrsbehörde nach regionalen Parkerleichterungen zu fragen, da diese nicht bundesweit einheitlich festgelegt sind.