Kommentar Ärztezeitung: Gesetze gelten auch für Krankenkassen

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Ein interessanter und - so finde ich - sehr wichtiger und richtiger Kommentar über das Recht auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) und die aktuelle Praxis, die leider anders aussieht - geschrieben von Bülent Erdogan auf www.aerztezeitung.de  

Sie finden den Kommentar unter folgendem Link:  

http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/?sid=522023

1 Kommentare

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Hi,

in der aktuellen Apotheken-Rundschau 11/08 steht ein Artikel über die ambulante Sterbehilfe, der genau das o.g. Thema aufgreift - und dessen Fazit sich mit dem obigen Kommentar deckt.

U.a. wird kritisiert, dass die Anforderungen der Krankenkassen an die ambulanten Pflegedienste zu hoch formuliert wurden - und so erst in ca. drei Jahren die ersten Anwärter in der Pflege mit der Fortbildung und Berufserfahrung soweit wären, diese zu erfüllen.

Es fehlt daher aktuell definitiv eine Übergangslösung für die Zwischenzeit. Ambulante Palliativdienste gibt es sehr selten, so dass die meisten Patienten doch noch ins Krankenhaus oder ins Hospiz gehen müssen, um zu sterben - auch wenn sie die eigenen vier Wände bevorzugen.
Des Weiteren wurden die ersten Vorschläge der Kassen zu dem betreffenden Gesetz anscheinend erst ein Jahr später eingereicht, d.h. wertvolle Zeit ist vergangen, und ca. 105 000 Menschen seien ohne ausreichende Sterbehilfe verstorben, da das Geld von den Krankenkassen nicht zur Verfügung stand.

Einige andere Themen, die von den Krankenkassen bisher nicht beachtet wurden, werden in dem Artikel noch genannt. Aber so detailliert will ich hier nicht darauf eingehen.

Ich finde es auf jeden Fall mehr als schade!!!!