Lichtblick für stark Schwerhörige: Krankenkasse muss Signal-Anlage bezahlen

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Das Landessozialgericht Niedersachsen hat entschieden: Eine gesetzliche Krankenkasse muss hochgradig schwerhörigen Versicherten eine Anlage finanzieren, die sowohl Telefonklingeln als auch Türklingeln  in Lichtsignale umwandelt. Das Urteil wurde am Dienstag veröffentlicht.

Laut www.aerztezeitung.de hatte sich die Kasse zunächst geweigert, die Kosten für die Anlage zu übernehmen. Die Kasse begründete ihre Kostenverweigerung mit der Aussage, dass es sich bei der Anlage nicht um ein technisches Hilfsmittel handele. Dem widersprach das Gericht (AZ: L1 KR 201/07).

In einem weiteren Fall wurde einer gehörlosen Frau zudem eine Gehörlosen-Notrufanlage zugebilligt (AZ: L1 KR 151/08). Die Revision zum Bundessozialgericht wurde zugelassen.