Interessante Website: www.klinikbewertungen.de

| | Kommentare (19)

Die Website www.klinikbewertungen.de ist interessant für diejenigen,
- die in eine Reha wollen, sollen, müssen
- die eine Behandlung, OP planen müssen
- die ein/e gewisse/s Klinik/Krankenhaus empfohlen bekamen
- und sich gern vorab informieren wollen.  

Denn oft "steht man doch im Regen". Wenn man/frau Glück hat, empfiehlt der behandelnde Arzt eine Klinik. Vielleicht gibt es sogar eine Voruntersuchung oder ein Vorgespräch - und man kann sich einen Eindruck verschaffen. Aber oft sind die einzigen Informationen in Broschüren und in hauseigenen Webauftritten der Klinik zu finden. 

Dank der Website www.klinikbewertungen.de kann man bzw. frau sich nun zusätzlich noch ein unabhängigeres Bild machen: Die Erfahrungen und eine abschließende Bewertung einzelner Patienten werden zur jeweiligen Klinik angezeigt, wenn Sie die betreffende Klinik in der Kliniksuche (Die Orte, in denen sich die einzelnen Kliniken/Krankenhäuser befinden, sind nach dem ABC geordnet) auswählen und anklicken.   

Ich finde die Idee und damit das Webangebot gut, richtig und wichtig, da es doch interessante Infos anbietet, die sonst schwierig zu bekommen sind! Letztlich wird ja auch "aus dem Nähkästchen" geplaudert.  

Was ich z.B. sehr wichtig finde: Oft hat eine Klinik einen gewissen Ruf; die Situation vor Ort kann sich jedoch z.B. durch eine/n Übernahme/Verkauf, durch den Wechsel eines Chefarztes/Therapeuten sehr schnell ändern - die Außenwelt bekommt dies jedoch erst verzögert mit. Hier spielten die Erfahrungsberichte von Patienten für mich z.B. schon eine entscheidende Rolle - und ich bin im Nachhinein sehr dankbar, dass ich dadurch eine andere Klinik auswählte, als es um eine längerfristige Behandlung ging.

Gleichzeitig möchte ich jedoch anmerken, dass all diese Berichte subjektiv sind. Z.B. ist es nicht nur, aber vor allem im psychosomatischen bzw. Therapie-Bereich möglich, dass zuweilen die einen Patienten von einer Klinik total begeistert sein können, während andere nach einigen Tagen von dort "geflüchtet" sind.

Lassen Sie sich dadurch bitte nicht durcheinander bringen.

So etwas ist möglich - denn oft spielen bei den Erfahrungsberichten Themen wie "Einzel, Doppel- oder Mehrbettzimmer", "Küche", "Sanitäranlagen" eine wichtige Rolle - und da scheiden sich ja oft die Geister. Dann gibt es gerade im Psychotherapie-Bereich sehr unterschiedliche Herangehensweisen, Methoden und Meinungen. Für die einen ist es gut, für die anderen kontraindiziert... Da ist es wichtig, sich vorher genau ein Bild zu machen, ob man/frau z.B. damit zurecht kommt, nur in Gruppentherapien zu arbeiten, da es in manchen Kliniken kaum Einzelgespräche gibt - während andere zwei Einzeltermine in der Woche anbieten, dafür jedoch wenig Gruppen. Entscheidend ist sicherlich auch, ob die betreffende Klinik für gewisse Krankheitsbilder auch wirklich ein ausgearbeitetes Therapieprogramm von Spezialisten anbietet, das passt oder ob Sie dort "einfach mitlaufen" würden etc. etc.   

In diesem Zusammenhang ein Tipp, der von Herzen kommt: Überlegen Sie sich bei einem bevorstehenden Klinikaufenthalt (egal, ob Reha oder Akut) vor einem Antrag, welche Prioritäten Sie für einen Klinikaufenthalt haben, was Sie brauchen, was Sie sich wünschen. Welche Behandlung brauchen Sie? Welche Schritte wollen Sie gehen? Welche Symptome stehen im Vordergrund? Welche Ziele haben Sie? Und dann vergleichen Sie bitte: Welche Klinik ist hier geeignet?

Ich bin mir sicher, dass es mit einem solchen Vorgehen weniger Klinik-Abbrüche, weniger unzufriedene Patienten etc. gäbe... wenn Patient, Arzt und/oder Therapeut hier vorher genau schauten, die Wunschklinik angäben - und wenn, ja, wenn die Krankenkassen oder  Rentenversicherungen die Wunschklinik akzeptierten und bewilligten.   

Zum Thema "Wunschklinik" hier ein wichtiger Beitrag für Patienten, deren Reha/Kur von der Krankenkasse getragen wird:
http://www.sozialblog.de/blog/2008/08/kurklinik-ist-grundsatzlich-fr.html

Eine andere Website, die bei der Kliniksuche hilft, ist übrigens das Internet-Portal "Weisse Liste". Wer hierzu mehr wissen möchte, hier ein Beitrag:
http://www.sozialblog.de/blog/2008/06/internetportal-weisse-liste-un.html

 

19 Kommentare

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Generell sollte man mit diesen Klinikbewertungen vorsichtig sein. Oft lassen Patienten ihrem Frust freien Lauf und geben die Schuld der Klinik. Gelegentlich kommen dann auch unsachliche Kommentare und Bewertungen vor, wie z.B. "Dieses Krankenhaus hat meine Frau umgebracht". Insgesamt halte ich die Möglichkeit, sich zu einer Klinik zu äußern aber für sehr positiv.

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In seriösen (!) Foren werden unsachliche Beiträge gelöscht. Vermutlich verfolgt der Betreiber des Forums eigene Interessen, z.B. möglichst viele Zugriffe. Letztendlich muß die Leistung der Bezahlung folgen und die ist von den gesetzlichen Krankenkassen vorgegeben. Warum also auf die Akut- und/oder Reha-Kliniken schimpfen?

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Hallo,

ich bin der Meinung, dass das Forum klinikbewertungen.de sehr wohl seriös ist, auch wenn der eine oder andere Beitrag vielleicht nicht ganz den journalistischen Grundsätzen entspricht. Gleichzeitig ist es wahrscheinlich wie bei Leserbriefen: Manchmal melden sich nur die, die nicht zufrieden sind - die Zufriedenen bleiben stumm. Und ich hoffe und nehme auch wahr, dass sich das bei klinikbewertungen.de zunehmend die Waage hält.

Rainer,

was ich noch zu folgendem Satz

"Letztendlich muß die Leistung der Bezahlung folgen und die ist von den gesetzlichen Krankenkassen vorgegeben.
Warum also auf die Akut- und/oder Reha-Kliniken schimpfen?"

sagen wollte:

Mit dem von Budget, das vorgegeben ist, kann die einzelne Klinik völlig unterschiedlich umgehen!

Ein Beispiel aus dem psychosomatischen Bereich (Thema: Traumatherapie), das ich persönlich kenne aus Erfahrung:

Die eine Akutklinik bot wundervolles Essen und Einzelzimmer, Wohlfühl-Programm am Wochenende an, dafür nur 20 Min. Einzeltherapie in der Woche und wenig Betreuung außerhalb der Gruppentherapien. Für Leute, die sich erholen wollten und nicht so schwer krank waren, ziemlich klasse. Für mich teilweise lebensbedrohlich, und ich konnte mich von gewissen Verzweiflungstaten nur abhalten, indem ich Telefonate mit Seelsorger und Freunden führte - und letztlich eine Telefonrechnung von über 400,- EURO für sechs Wochen zu berappen hatte!!! So nur schaffte ich jedoch die sechs Wochen - ohne dass irgendetwas Schlimmeres passierte.

In der anderen Akutklinik gibt es weder Einzelzimmer noch tolles Essen, einige Lebensmittel muss frau sich selbst kaufen. Am Wochenende gab es keinerlei Programm etc. Aber dafür 2x Einzeltherapie in der Woche und genügend Betreuung durch das Pflegeteam außerhalb der Therapien. Dort konnte ich in der Therapie wichtige Schritte tun, und kam stabilisierter nach Hause.

Beide Kliniken haben u.a. als Schwerpunkt "Traumatherapie" angeboten, beide dürften ein ähnliches Budget haben. Nur gehen beide völlig anders damit um. Die eine hat mich extrem destabilisiert, die andere bot mir die Unterstützung, die ich brauchte, um schrittweise zu gesunden.

Und ich wäre froh gewesen, wenn ich damals die Erfahrungen von Klinik 1 nicht hätte machen müssen, sondern gleich gewusst hätte, dass diese für meinen Fall nicht geeignet ist.

Deswegen finde ich Foren wie klinikbewertungen.de gut - und werde sie auch weiterhin hier empfehlen!


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Hallo Susanne,

so ganz tragfähig scheint mir der Vergleich mit Leserbriefen nicht zu sein. Warum? Erstens werden i.d.R. anonyme Leserbriefe nicht veröffentlicht und zweitens hat eine Zeitung nicht die Möglichkeit, positive Rückmeldungen zu generieren. Eine Klinik hat diese Möglichkeit! Wenn man das Forum "Klinikbewertungen" verfolgt, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Möglichkeit von bestimmten Kliniken durchaus genutzt wird.

Persönliche Erfahrungen kann man durch Forenbeiträge nicht ersetzen. Ich kann mir somit auch nicht denken, dass Ihnen aufgrund "Klinikbewertungen.de" die (leidvollen) Erfahrungen in der ersten Klinik hätten erspart werden können. Hier wäre mehr Transparenz erforderlich. Möglicherweise könnte man sich, wenn es der Gesundheitszustand erlaubt, vorher bei der Klinik nach den Behandlungsmodalitäten erkundigen.

Meine Bedenken gegen das Forum bestehen, auch aus den von Patrik geäußert Gründen, weiter!

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Seri

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Hallo,

ich selbst habe auch schon Kommentare abgegeben (teilweise auch schlechte bzw. einseitige Bewertungen widerlegt) und habe bisher keine Zensur erfahren.

Zum anderen: Um Kommentare zu widerlegen, m

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Ich nenne mal ein Beispiel. Ich war in einer psychosomatischen Klinik. In der Zeit, in der ich dort war, wurden einige Patienten vorzeitig entlassen, da sie entweder nicht stabil genug f

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Hallo zusammen,
warum mir die Seite nicht gefällt, kann man hier selbst nachlesen:
http://www.klinikbewertungen.de/klinik-forum/erfahrung-mit-klinik-fuer-psychosomatische-medizin-bad-groenenbach
Schon der zweite Kommentar ist von jemanden, der jemand kannte, der vor 20 Jahren schlechte Erfahrungen gemacht hat und selbst zwei Wochen in einer Klinik mit einem ähnlichen Konzept war. Als er deswegen kritisiert wird, fallen die Wort "Blödsinn, Schwachsinn, Bockmist".

Rifka bedankt sich ausdrücklich für das Löschen "übergriffiger" Kommentare. Damit meint sie, dass ich hinterfragt habe, ob man ein Kolonkarzinom auf eine misslungene Therapie zurückführen kann. Und in der Selbstdarstellung der Klinik, die ich Jahre später besucht habe, die von ihr zitierten Passagen keineswegs finden konnte. Das wurde gelöscht. Die Geschichte "ich habe mich vergewaltigen lassen, weil die Therapeuten so fatale Fehler gemacht haben" findet sich jetzt schon in zwei Kommentaren.

Mir hat meine Reha dort nachhaltig geholfen, wobei ich auch festgestellt habe, dass es Menschen gibt für die Verhaltenstherapie besser geeignet ist. Ich habe meine positive Bewertung und meinen Account bei Klinikbewertungen.de löschen lassen. Wenn man nicht mal in der Klinik war und das in die Bewertung eingeht und selbst Umstände, die für mich nachweisbar seit vielen Jahren nicht zutreffen, dort unkommentiert oder zustimmend kommentiert stehen bleiben, ist das nach meiner Auffassung wenig seriös und hilfreich.

Schade um die Zeit, die man mit Lesen und Schreiben verbracht hat. Ich wäre froh, wenn Sie dies veröffentlichen, weil ich mich so schlecht wie es mir vor der Reha ging, durch die Klinikbewertungen hätte abschrecken lassen. Diese Hintergrundinformationen sind wichtig, um den Informationsgehalt der Kommentare besser einschätzen zu können.
Vielen Dank!

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Hallo, einige der Kommentare sind leider durch eine Datenbankumstellung kaputt gegangen. Ich habe diese jedoch noch lesen können.

Ich habe mir den link mal angeschaut. Positive Erfahrungen von Grönenbach-Patienten werden doch nach wie vor angezeigt, oder? M.E. geht es wahrscheinlich eher darum, dass die negativen Kommentare nicht angegangen werden - es ist das subjektive Erleben von Menschen, die dort waren! Das kannst Du nicht "wegmachen" bzw. vermeiden. Du kannst nur Deine eigenen positiven Erfahrungen dagegen stellen, oder?

Oder anders: Warum stellen die Menschen, die positive Erfahrungen gemacht haben, denn nicht mehr ein? Dann hält es sich ja die Waage, oder?

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Hallo Ruth,
vielleicht sind Sie jetzt auch böse auf mich, aber ich persönlich empfinde das Konzept von Bad Grönenbach auch als extrem strittig - und eben auch nicht für jede psychische Störung bzw. Krankheit geeignet. Für mich hat dies auch nicht nur mit dem Vergleich Verhaltens-therapie und tiefenpsychologische Therapie zu tun, das wäre nicht korrekt! Es gibt viele tiefenpsychologische Standards, z.B. in der Traumatherapie, die einige Therapien in Bad Grönenbach z.B. für Borderline und Traumapatienten klar ausschließen bzw. sogar als kontra-indiziert bzw. gefährlich bezeichnen! M.E. wird Bad Grönenbach daher immer polarisieren! Wobei Bad Grönenbach sicherlich nicht die Einzige dieser Kliniken ist. Ähnlich sehe ich bei den Heiligenfeld-Kliniken auch, obwohl ich dort zweimal war, viel mitnehmen konnte, gleichzeitig jedoch stark re-traumatisiert wurde und danach kurzzeitig suizidgefährdet war - weil die Klinik eben nicht für alle schweren Krankheiten geeignet ist. Einem komplex traumatisierten Menschen würde ich z.B. nie raten, dorthin zu gehen. Für Menschen mit Burnout kann die Therapie wiederum sehr gut sein. Was ich damit sagen wollte: Lassen Sie diesen Menschen die Erfahrungen. Ich kenne auch in Heiligenfeld Menschen, bei denen während eines Aufenthaltes Tinnitus und Armbruch nicht anerkannt wurden, später wurde das entdeckt. Und es ist wiederum kein Geheimnis, dass in vielen psychosomatischen Kliniken die medizinisch-ärztliche Versorgung (inkl. Fachwissen) nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist. Das trifft wiederum nicht nur auf Bad Grönenbach zu. Deswegen mein Rat wie der von Susanne: Die negativen Erfahrungen akzeptieren, sie gehören dazu - vor allem zu solchen Klinikkonzepten, die - na, sagen wir mal - außerhalb der Reihe sind. Und solche Kliniken sind eben nicht wirklich für alle etwas. Ich persönlich würde heute - nach anderen Erfahrungen, wie ich ja in einem der kaputten Kommentare ja schrieb - nie wieder nach Heiligenfeld gehen - es sei denn, ich wäre gesund! Und das, obwohl ich dort auch Gutes erlebt habe. Es war heftig, schwer - und ohne Unterstützung von außen hätte ich das nicht gepackt!

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Wir nehmen Deinen Kommentar jedoch trotzdem ernst und werden uns kurzfristig mit dem Betreiber in Kontakt setzen, um zu helfen, dass eine "Hetzkampagne" vermieden wird. Gleichzeitig können Sie jedoch wirklich eines machen: Ehemaligen Mitpatienten/-innen motivieren, ihre guten Erfahrungen zu veröffentlichen - ohne dass die anderen Erfahrungen madig gemacht werden. Ich möchte nur um Verständnis dafür werben, dass es Menschen gibt, die eine solche Klinik ganz anders erleben. Das geht sehr wohl, ohne dass man/frau seinen eigenen Standpunkt ("Ich finde die Klinik gut") verlassen muss! Denn es wird immer Schwarz-Weiß geben bei solchen ausgeprägten Konzepten! Und mal was ganz Anderes: Wenn jemand ganz direkt schreibt, dass er die Berichte von Freunden hat, die vor langer Zeit in der Klinik waren - dann werden klare Köpfe sich schon darüber Gedanken machen, ob das, was damals war, heute noch Bestand hat. Denn das sollte wirklich jede/r wissen: Eine Klinik, vor allem auch die psychosomatischen Kliniken, lebt u.a. von der Qualität und Ausrichtung der Therapeuten und Ärzte. Und die Wechsel sind ja recht häufig in solchen Kliniken...

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Hi,

wir sollten gleichzeitig alle nicht vergessen, dass die Website klinikbewertungen.de ähnlich funktioniert wie andere Bewertungsseiten. Sie wird immer von ihren Nutzern leben.

Und die Nutzer, die enttäuscht sind, werden immer mehr schreiben als die anderen. Das wissen alle Dienstleister, die nach Bewertungen fragen. Es fällt - zumindest den Deutschen - immer leichter, sich zu beschweren als mal zu loben. Die Mühe machen sie sich dann meistens doch nicht. Das Lob bzw. Zufriedenheit ist dann selbstverständlich - was es eben nicht ist.

Dagegen steht, dass immer mehr Dienstleister (auch Kliniken!) (geschönte?) Eigenwerbung in diesen Bewerbungsforen betreiben.

Klar wird ein Moderator bzw. Webbetreiber eine Moderatorenfunktion inne halten. Inwieweit er diese ausübt, bleibt ihm überlassen.

Wichtig finde ich nur, dass man die Erfahrungen anderer Leute auch stehen lassen sollte. Es sind deren Erfahrungen - oder eben wie sie schreiben, die Erfahrungen ihrer Bekannten. Das ist ok - zumindest für mich.

Als Gegengewicht kann jede/r ihre eigene persönliche Erfahrung setzen.

D.h. bei allen Versuchen, zu bewerten bzw. ein so gut wie mögliches Bild zu erhalten, kann man eben nur die Berichte lesen, sich Informationen von den Kliniken selbst anfordern - und am besten ein Vorgespräch einfordern - wenn dies irgendwie möglich ist. Denn vor einer medizinischen Behandlung ist dies ja auch gang und gebe (es sei denn, Sie sind ein Notfall). Warum sollte das in einer psychosomatischen/psychiatrischen Klinik nicht auch möglich sein? Ich selbst würde nicht mehr in eine psychosomatische/psychiatrische Klinik gehen (in der man/frau ja in der Regel mehrere Wochen oder gar Monate verbringt), ohne mit einem verantwortlichen Therapeuten/arzt vorab gesprochen zu haben. Und gute Kliniken bieten auch Vorgespräche an!

Bei Bad Grönenbach finde ich es noch einmal wirklich wichtig, dass diese nicht wirklich für alle psychosomatischen/psychiatrischen Krankheiten geeignet ist, da sehr stark "aufdeckend" gearbeitet wird - und somit auch stark re-traumatisierend sein kann. Meist sind die Leute jedoch noch nicht stabil genug, um das zu verkraften. Körper und Seele brechen zusammen.

Für viele mag dies in Ordnung sein. Für andere nicht.

Aber ich finde es auch in Ordnung, dass bei diesen Störungen davor gewarnt wird.

Denn eines habe ich in den letzten Jahren sehr stark erleben und beobachten können:
"Traumatherapie" ist in. Eine gute und fundierte Traumatherapie-Ausbildung nach Luise Reddemann oder Michaela Huber haben jedoch leider nicht sehr viele Therapeuten/-innen. In diesem Bereich können Patienten, die nach einer passenden Klinik suchen, nicht vorsichtig genug sein.

Und wenn ein Patient zum Schluß nicht zufrieden ist, kann es daran liegen, dass er überall etwas zu meckern hat (solche kenne ich auch, seufz). Es kann jedoch auch an den Therapiemethoden und einzelnen Therapeuten liegen.

Und egal, wie überzeugt jemand von einer Klinik sein sollte. Man/frau sollte auch aushalten können, wenn andere anderer Meinung sind. Es tut oft weh, es ist hart. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Daher empfehle ich nur noch Psychosomatische/Psychiatrische Kliniken, indem ich sage: "Ich habe/Eine Bekannte hat dort gute Erfahrungen gemacht. Ob es für Dich passt, musst Du schauen." Denn wir sind alle unterschiedlich!

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Hallo Susanne und Agnes,

erstmal vielen Dank für Eure ausführlichen Kommentare!

Natürlich habe ich Verständnis dafür, dass negative Erfahrungen mitgeteilt werden. Ich hatte selbst schon Pech in einer Klinik. Was ich aber nicht in Ordnung finde ist, dass eine negative Bewertung eingeht, wenn jemand vor 20 Jahren jemanden kannte, der... Für mich müsste der Seitenbetreiber hier ein deutliches Signal setzen, wenn die Seite seriös und professionell sein möchte. Manche gucken nach der Sternezahl und wenn so was mitgewertet wird ergibt sich ein falsches Bild.

Was mich ausserdem stört, ist das ausgewählte Löschen von Kommentaren. Mir hat der Betreiber mitgeteilt, er hätte Kommentare gelöscht, weil die Kommentarfunktion nicht für private Nachrichten seien. Gleichzeitig lässt er aber ganze Briefe stehen: "Liebe .. Alles Gute..." Ist DAS keine private Nachricht? Aber negativ sind die Briefe. Auch Kommentare wie "Sie schreiben Schwachsinn..." wurden nicht gelöscht, obwohl man die Erfahrungen anderer nicht anzweifeln soll. Durch dieses Messen mit zweierlei Maß ist jetzt ein ganz spezielles Bild entstanden.

Was mich daran stört sind die Verallgemeinerungen, meine Therapeutin war keineswegs besonders narzisstisch, da habe ich in anderen Kliniken ganz andere und unprofessionelle Therapeuten erlebt. Ich hatte mir viel Mühe gemacht und das kommentiert. Einfach andere Erfahrungen beschrieben. Alles gelöscht. Auf jeden positiven Kommentar gab es von dem Club, der die Bewertungen negativ dominiert, so viele Antwortkommentare, dass es aus dem Ruder lief. Das ist vielleicht auch der Grund, warum keiner mehr was Positives schreibt.

Für Traumapatienten ist es generell schwierig eine gute Therapie zu finden. Bad Grönenbach ist jedoch nicht nur für Süchtige geeignet wie es jetzt dargestellt wird.

Ich habe meinen positiven Kommentar wieder löschen lassen, bei Ruemi hat der Betreiber als einzigen Kommentar stehen lassen "find ich übergriffig, dass sie hier für ihren Sohn schreiben". Na, immerhin waren die Eltern zum Familiengespräch und das nicht vor zwanzig Jahren. Schade ist, dass die Enttäuschten direkt das ganze Konzept völlig auseinandernehmen. Natürlich ist es nicht für jeden geeignet, aber wenn es nicht passt ist das Konzept und alle die da arbeiten nicht zwangsläufig schlecht. Das meine ich mit Hetzkampagne.

Wie auch immer, wenn man einmal erlebt hat wie die "Auswahl" zustande kommt, sieht man Klinikbewertungen.de nüchterner und holt sich die Informationen besser woanders. Ich empfehle die Seite nicht mehr.

Viele Grüße!

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Hallo Ruth,

ich kann Ihre Enttäuschung gut nachvollziehen, gleichzeitig finde ich es jedoch sehr schade, dass Sie Ihren positiven Erfahrungsbericht gelöscht haben. Denn nur so können schlechte Erfahrungen relativiert werden.

Zum anderen ist das "Bad Herrenalber Konzept", nach dem ja auch die Bad Gröninger Klinik arbeitet, schon sehr strittig. Und m.E. sollte niemand unvorbereitet da "reingeworfen" werden. Oder anders ausgedrückt: Die Reha-Patienten sollten vorher wissen, worauf sie sich da einlassen.

Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen alles Gute!!!

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Hallo Agnes,

es ist doch vom Betreiber gar nicht erwünscht, die negativen Bewertungen zu relativieren. Sonst hätte er wohl kaum die positiven Kommentare gelöscht. Bad Grönenbach mag mit dem strittigen "Bad Herrenalber Konzept" arbeiten und es ist gut die Leute vorzubereiten. Aber man bekommt keine Kolonkarzinome von dem Konzept und bei mir ist weder Widerstand noch Persönlichkeit gebrochen worden. Wie Rainer es oben schreibt: In seriösen Foren werden unsachliche Beiträge gelöscht. Oder Patrik: Bewertungen mit Vorsicht geniessen!

Man sieht schliesslich nicht wie hier manipuliert wird.

Ich wünsche Ihnen auch alles Gute!

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Leider ist o.a. Diskussion nicht weitergeführt worden. Auf der Suche nach einer Herzklinik bin ich auf klinikbewertungen.de gelandet.
Es ist schon merkwürdig wie absolut positiv manche Kliniken bewertet werden z.B. www.klinikbewertungen.de /klinik-forum/erfahrung-mit herzzentrum lahr. So gut ist meiner Meinung nach gar nicht möglich.

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Hmm, für mich ist diese Seite ein erster Eindruck. Mehr kann es nicht sein.

Letztlich ist es ja auch entscheidend, was für die einzelnen Bewerter Priorität hat. Wenn jemand die Ausstattung des Krankenzimmers oder das Essen gleichwertig sieht wie die eigentliche Behandlung, dann habe ich z.B. ein Problem damit. Hier sehe ich auch die Problematik der Sternchen-Bewertung... es wird nicht differenziert.

Gleichzeitig kann man m.E. jedoch Trends ablesen. Zumindest habe ich dies bei zwei Krankenhäusern festgestellt, die ich selbst kenne und in denen ich vor einigen Jahren behandelt wurden. Inzwischen hat sich die dort die Qualität und Behandlungsweise durch Personalwechsel stark geändert, was sich interessanterweise auch zeitversetzt in den Kommentaren auf klinikbewertungen.de widerspiegelt. Daher mein Tipp: Nachschauen lohnt sich, selbst prüfen und weiterfragen ist unbedingt zu empfehlen!

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Bewertungen und Erfahrungen sind ja immer subjektiv aber ich finde sie können dem Betrachter einen groben Überblick geben. Wichtig ist natürlich, dass auf den Bewertungsseiten so lang die Bewertungen mit den Regeln der Seite konform sind alle Bewertungen gelistet werden die guten wie die schlechten. Wer auf der Suche nach einer Suchtklinik oder einer psychosomatischen Klinik ist findet kann hier https://www.alko-hohl.de ein spezielles Klinikverzeichnis mit Bewertungsfunktion finden.

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Klinikbewertung Aug./Sept. 2017
Klinik Bavaria Kreischa

Sehr geehrter Herr Presl,
von 3 Krankenhaüsern war nur die von Ihnen und Ihren Mitarbeitern geleitete Gesundheitseinrichtung in der Lage, mich von meinen parkinsonschen Leiden (unheilbar) zum großen Teil zu befreien. Dafür meinen herzlichsten Dank; bitte weiter so !
Herzlichst Ihr Georg Pawlytta

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