Versicherungsschutz auch ohne Foto auf der Gesundheitskarte

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Hab mal bei meiner Krankenkasse angefragt, weil ich kein Foto auf meiner Karte haben will. Die haben mir dann ein schönes Info-Schreiben geschickt. Sie seien gesetzlich verpflichtet usw.

Das es bereits eine Widerspruchsmöglichkeit im Netz gibt, wurde hier ja schon geschrieben. Ich werde dies wohl nutzen.

Folgende Interessengruppen sind gegen die neue eGK mit Foto:

Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung , Ärztegenossenschaft Hamburg eG, Ärztegenossenschaft Nord-West eG, Bundesverband der Ärztegenossenschaften, Chaos Computer Club, Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten e.V. (DGVP), Fibromyalgieverband Rheinland-Pfalz und Saarland e.V., FoeBuD e.V., Freie Ärzteschaft e.V., Hausärzteverband Hamburg, IPPNW - Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e. V., NAV Virchow-Bund - Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Freier Verband Deutscher Zahnärzte, Selbsthilfegruppe "Fibromyalgie-Syndrom" Hamburg-Harburg, Thure von Uexküll-Akademie für integrierte Medizin, UnderDOCs SH.

Es stimmt übrigens nicht, dass man seinen leistungsanspruch oder gar seinen Versicherungsschutz verliert, wenn man sich der neuen Karte verweigert. Hier die Infos dazu.

2 Kommentare

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Heiße Kiste, die Zeit drängelt ja. Mal schauen, was das alles bringt - vor allem, da in der Politik ganz klar die Antwort gegeben wurde, dass die eGK ohne Foto nicht angenommen wird.

Siehe hierzu auch den folgenden Beitrag:
http://www.sozialblog.de/blog/2009/06/elektronische-gesundheitskarte.html

Was interessant wird, wie sich die einzelnen Praxen verhalten werden... und wie die Lesegeräte ausgestattet sind.

Man wird sehen. Ich glaube ja ehrlich gesagt noch nicht, dass die eGK wirklich am 01.10. starten wird - dafür wurde der Start schon zu oft nach hinten geschoben.

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In dem betreffenden Paragrafen heisst es ja u. a.

"Mit dem Erheben, Verarbeiten und Nutzen von Daten der Versicherten (...) darf erst begonnen werden, wenn die Versicherten jeweils gegenüber dem Arzt, Zahnarzt, Psychotherapeuten oder Apotheker dazu ihre Einwilligung erklärt haben. Die Einwilligung ist bei erster Verwendung der Karte vom Leistungserbringer auf der Karte zu dokumentieren; die Einwilligung ist jederzeit widerruflich und kann auf einzelne Anwendungen nach diesem Absatz beschränkt werden."

Also sagt man immer schön nein, bleibt die Karte leeeeeeeeeeeeeeeeer. Nur welche Auswirkungen hat dies dann? Keine?? Wenn das stimmen sollte, frag ich mich ernsthaft was die Karte bringt. Und wenn es tatsächlich Konsequenzen (bspw. keine Möglichkeit der Abrechnung der erbrachten Leistung) hätte, frag ich mich, warum es eine Wahlmöglichkeit gibt.