Rauchfreier Arbeitsplatz

| | Kommentare (2)
Nichtraucher begrüßen, dass sie in einem Lokal auch das Essen riechen können und nicht mehr vom Tabakqualm beeinträchtigt werden. Ähnlich verhält es sich auch am Arbeitsplatz. Nicht, dass man hier nun etwas zu essen bestellen kann. Aber man kann auf den Tabakqualm seiner Umwelt verzichten.

Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens, das bedeutet letztendlich dass der Arbeitgeber dafür zu sorgen hat, dass der Arbeitnehmer einen rauchfreien Arbeitsplatz hat.

2 Kommentare

Standard-Benutzerbild

Hi,
gibt es denn ein Gesetz oder eine Richtlinie, auf das sich Arbeitnehmer stützen können?

Standard-Benutzerbild

Die Anspruchsgrundlagen sind in Deutschland vielfältig wie ein Flickenteppich. Für den konkreten Einzelfall muss also sehr genau recherchiert werden, welche Grundlagen gezogen werden können.

Für einen rauchfreien Arbeitsplatz ist aber folgendes sehr prominent. Ein Arbeitsplatz ist ein Ort an dem Arbeitnehmer regelmäßig über einen längeren Zeitraum oder im Verlauf der täglichen Arbeitszeit sich aufhalten. So siehr es das BAG in mehreren Urteilen und folgt dem § 2 Abs.2 Arbeitsstättenverordnung.

Rauchfrei im Sinne von Tabakrauch definiert das BAG ebenfalls in mehreren Urteilen, wenn man unter einer durchschnittlichen Wahrnehmung keinerlei wahrnimmt, ihn also weder riecht noch schmeckt.

Wie gesagt, es muss immer auf den Einzelfall abgestellt werden. Aber die zu beachtenden Normen sind u. a. BGB 611, 613, 618 (1), 242 und § 5 Abs.1 ArbStättV.

Sehr interessant auch in diesem Zusammenhang das Urteil 9 AZR 241/08 vom BAG. Ein Casino-Mitarbeiter in Berlin hat geklagt. Es existiert ein räumlich nicht abgetrennter Barbetrieb eines anderen Unternehmens in dem geraucht wird. Der Mitarbeiter hat auf Zuweisung eines tabakrauchfreien Arbeitsplatzes geklagt. Das BAG gab diesem Anspruch statt.