Vorsorgevollmacht bzw. Vorsorgeverfügung

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Über die sinnvolle Patientenverfügung wurde in den letzten Tagen nicht zuletzt wegen der gesetzlichen Änderungen viel berichtet.

Wesentlich unbekannter ist die vielleicht sogar noch wichtigere Vorsorgevollmacht oder auch Vorsorgeverfügung.

Mit dieser Verfügung wird eine Person durch eine andere Person bevollmächtigt, im Falle einer Notsituation für den die Vollmacht Ausstellenden zu entscheiden. Sie wird zum rechtlichen Vertreter und entscheidet für die nicht mehr entscheidungsfähige Person.

Diese Vollmacht sollte also nicht leichtfertigt vergeben werden und nur an eine Person gegeben werden, der man absolut und uneingeschränkt vertraut.

Ein Muster für eine derartige Vollmacht findet man hier. Allerdings ist das Thema viel zu weitreichend, als das es mit einem Ankreuzformular ausreichend gewürdigt wäre.

Der Vollmachtgebende muss geschäftsfähig sein. Hierzu kann eine notarielle Beurkundung die Geschäftsfähigkeit beweiskräftig untermauern. Auch ein ärztliches Attest, das die Fähigkeit zur freien Willenbildung und somit die Geschäftsfähigkeit bescheinigt, hilft, wenn bspw. das Vormundschaftsgericht die Vollmacht anzweifelt und einen Betreuer einsetzen möchte.

Die notarielle Beurkundung ist wichtig, weil der Notar geichzeitig über die risiken und Folgen der Vollmacht aufklärt und eine inhaltliche korrekte und nicht anzugreifende Vollmacht formuliert. Im Falle von Immobiliengeschäften wäre die Vollmacht ohnehin notariell zu beurkunden.