Tipp für Steuer: Taxi-Fahrten zum Arzt/Krankenhaus mit einreichen

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Leider kommt es doch mal vor: Mensch ist so krank, dass er es mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar mit eigenem Pkw nicht mehr zu seinem behandelnden Arzt schafft. Bekannte oder Verwandte haben keine Zeit, also muss ein Taxi her.

Wenn Ihr Arzt Ihnen keinen Schein ausstellt, dann wird die Krankenkasse die entstandenen Kosten nicht übernehmen. Aber ähnlich wie Arzneimittel lassen sich auch diese Kosten absetzen.

Tipp: Lassen Sie sich eine Taxiquittung ausstellen, lassen Sie sich "Arztfahrt" oder "Krankenfahrt" quittieren. Dann können Sie die Quittung(en) in der nächsten Steuererklärung einreichen.  

5 Kommentare

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Diese und alle anderen Quittungen über das Jahr unbedingt sammeln, aber nicht alzu viel Hoffnung machen. Es gibt noch eine zumutbare Eigenbelastung, die abhängig vom Einkommen und dem Familienstand ist. Die hat auch nix mit der Zuzahlung als chronisch Kranker (1% bei Medikamenten) zu tun.

http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-14308.xhtml?currentModule=home

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Stimmt!

Aber wenn man/frau regelmäßig zum Arzt muss, lohnt es sich schon, die Arztfahrten (egal, ob per ÖPNV, Pkw oder Taxi) zu notieren! Es läppert sich doch. Zumindest ist es in meinem Fall so (bin jedoch auch leider chronisch krank).

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Ich hatte vor zwei Wochen einen Riss in der Hornhaut im Auge und konnte deswegen nicht mit dem Auto fahren. Ich hatte drei Termine beim Augenarzt und musste jeweils mit dem Bus Hin- und Zurückfahren. Pro Fahrt habe ich 4 € bezahlt, also insgesamt 24€. Kann ich diese Fahrtkosten einreichen??

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Hi,

ich würde solche Tickets etc. immer für das Finanzamt aufbewahren, mir auch die Arztfahrten etc. notieren, damit alles pausibel ist. Bei der Krankenkasse ist es sinnlos, da hätte der Arzt dann schon eine Bescheinigung ausstellen müssen (was die wenigstens inzwischen noch machen).

Ob es sich dann im individuellen Fall in der Lohnsteuererklärung lohnt, wird sich zeigen. Bei EUR 24,- wird dies sicherlich nicht der Fall sein. Aber manchmal "läppern" sich die Gesundheitskosten echt zusammen (was ich keinem wünsche, aber wenn in einem Jahr ein paar Zähne überkront werden müssen, Therapien auf Selbstkosten durchgeführt werden, regelmäßige Arztbesuche notwendig sind etc., dann lohnt es sich auch irgendwann, jeden Fahrbeleg mit einzureichen). Das Jahr ist ja noch extrem frisch...

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Habe gerade eine neue Info von der UPD gelesen, die das Thema "Fahrtkosten" noch einmal genauer darstellt:

Die Krankenkasse übernimmt die Fahrtkosten zu ambulanten Behandlungen demnach nur nach vorheriger Genehmigung in besonderen Ausnahmefällen. Diese sind in der "Krankentransportrichtlinie" (was für ein Wort) des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) festgelegt worden. In der Regel wird von Dialysebehandlungen sowie onkologischen Strahlen- bzw. Chemotherapien ausgegangen.

Zudem übernimmt die Kasse die Kosten, wenn der Versicherte einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen "aG", "Bl" oder "H" hat - oder in Pflegestufe 2 oder 3 eingestuft ist.

Zudem sind der UPD Ausnahmfälle bekannt, in denen die Kosten genehmigt wurden, weil die Patienten vergleichbar beeinträchtigt waren und über eine längere Zeit eine ambulante Behandlung benötigten.

Weitere Infos finden Sie unter

www.unabhaengige-patientenberatung.de oder

unter folgender Telefonnummer (kostenlos vom Festnetz aus): 0800 0117722