Hilfsmittel: Neue Produkte und Lieferanten sind zumutbar

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Auf Basis einer Entscheidung des Sozialgerichtes Dresden (Az.: S 25 KR 603/08) müssen Kranke und Behinderte neue Hilfsmittel (bzw. neue Lieferanten der Hilfsmittel) akzeptieren, wenn ihre Krankenkasse einen entsprechenden Liefervertrag abgeschlossen hat.

In der betreffenden Klage dreht es sich um Inkontinenzwindeln. Die Krankenkasse der Klägerin hatte die Versorgung mit Inkontinenzmaterial ausgeschrieben. Der Lieferant, der den Zuschlag bekam, bot verschiedene Produkte zuzahlungsfrei an, höherwertige gegen Aufschlag. Die Klägerin begründete ihre Klage damit, dass sie  an ihr bisheriges Produkt gewöhnt sei. Zudem sei nur mit der Belieferung aus dem nahegelegenen Sanitätshaus die Diskretion gewahrt.

Das Sozialgericht in Dresden wies die Klage ab. Nach dem inzwischen schriftlich veröffentlichten Urteil sind neue Vertriebswege/Lieferanten den Versicherten ebenso zumutbar wie neue Produkte.


Quelle: Die Ärztezeitung: Neuer Lieferant für Hilfsmittel ist zumutbar