Ich soll einen Schwerbehindertenausweis beantragen

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Was für ein Schock.

Lange habe ich mich ja gewehrt, auch aufgrund der hier gefundenen Informationen: Schwerbehindertenausweis: Welche Vorteile habe ich? Gibt es auch Nachteile?

Denn ehrlich gesagt, bin ich trotz EM-Rente davon ausgegangen, dass ich irgendwann wieder soweit fit sein werde, um wenigstens Teilzeit arbeiten zu können. Und ich wollte dann beim Bewerbungsgespräch nicht gleich wegen meiner Schwerbehinderung ausscheiden. Denn letztlich bringt die Schwerbehinderung wahrscheinlich wirklich nur etwas bei bestehenden Arbeitsverhältnissen bzw. in Ämtern etc.

Der Zahn wurde mir nun - wie paradox - vom Rentengutachter gezogen. Klarer ging es nicht mehr. Meine Ärzte wiederum hatten sich bisher nicht getraut, mir so deutlich zu sagen, dass bei meinen Beschwerden an ein herkömmliches Arbeitsverhältnis nicht mehr zu denken ist. Sie sind jedoch froh, dass ich mich nun gezwungenermaßen damit auseinandersetzen muss - und sprechen das nächste Thema an: Schwerbehindertenausweis.

Ich könnte heulen...

... aber ich verspreche, demnächst hier mehr zu schreiben, wenn ich mich mit dem Antrag beschäftige. Wird jedoch noch dauern.  

Und zudem wäre ich sehr dankbar über die Erfahrungen von anderen.

 

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare

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Hi,

das Gutachten liegt vor mir, der Rentenbescheid auch. Die EM-Rente wurde weiter bewilligt bis Ende 2013. Der Gutachter sieht es als fraglich an, ob ich überhaupt wieder einmal ins Berufsleben zurück kann aufgrund der ganzen Beschwerden.

Nun könnte ich den Schritt gehen, und den Antrag auf Schwerbehinderung stellen. Aber aktuell sträubt sich alles dagegen. Es ist eben doch nicht nur ein bürokratischer Akt, es ist mehr. Noch kann ich es nicht pragmatisch sehen, noch habe ich zuviel Angst vor noch einem weiteren Gutachten.

Aber glücklicherweise drängt mich keiner. Und demnächst mache ich mich einfach mal schlau, und besorge mir die notwendigen Broschüre und Unterlagen, frage nach Erfahrungen und versuche, mich langsam mit dem Gedanken anzufreunden...

Ich trag' es ja nicht als Etikett auf der Stirn...

Fee

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... und das Leben geht weiter...

Jetzt, nach fast einem Jahr, habe ich mich endlich getraut. Ich habe den Schwerbehindertenantrag gestellt (so schwer ist das garnicht) und warte nun auf eine Antwort.
Einen Zwischenbescheid habe ich bereits erhalten, die Post ist also angekommen.

Hintergrund:
Einige Leute haben mich beruhigt und mir erzählt, dass der Umfang meiner Berichte und Gutachten ausreichen sollte, um den Antrag ohne persönliche Untersuchung zu bearbeiten. Zudem wurde ich inzwischen informiert, dass für meine Krankheit/en sogar Therapiehunde ausgebildet werden. Was ich nicht in Anspruch nehmen würde. Wenn, dann würde ich meinen Hund schon selbst ausbilden wollen... aber vielleicht ist das ja beim nächsten mal eine Herausforderung.

Auf jeden Fall schreibe ich demnächst mehr über den Antrag. Ein paar Sachen für die Praxis habe ich gelernt!!

Fee

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Zwischenstand:

Noch habe ich vom Versorgungsamt nichts gehört. Ich weiß jedoch von meinen Ärzten, dass sie angeschrieben wurden, um ihre Einschätzung abzugeben. Immerhin! Schwer fällt es mir mal wieder, nicht zu wissen, was die Ärzte schrieben... Kontrollverlust, den ich nicht mag! Und die Warterei auf eine Antwort nervt... wahrscheinlich jeden...

Hoffentlich bald mehr - hier an dieser Stelle!

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... lange hat es gedauert, nun liegt er vor mir: Der Schwerbehindertenausweis.

Nach der Prüfung, die ca. drei Monate dauerte, erhielt ich einen Bescheid über den anerkannten Schwerbehindertengrad.

Gleichzeitig enthielt der Bescheid eine ausführliche Begründung, inwieweit auf die einzelnen Krankheiten, Beschwerden und Einschränkungen eingegangen werden konnte.

Wichtig in dem Zusammenhang: Die Prozentsätze für die einzelnen Krankheiten werden nicht zusammengezählt (also nicht wie oft gedacht: Krankheit A 40 Prozent, Krankheit B 30 Prozent, also insgesamt 70 Prozent - sondern eher: Krankheit A 40 Prozent, Krankheit B 30 Prozent - insgesamt 50 Prozent... u.a. hängt dies mit den anerkannten Einschränkungen etc. ab). Eine erneute Prüfung ist für Ende 2014 vorgesehen, da noch nicht abzusehen ist, ob sich Krankheit A noch einmal verbessert oder verschlechtert...

Fakt ist:
Ich habe einen Schwerbehindertengrad von 50 Prozent anerkannt bekommen und damit Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Diesen konnte ich relativ unkompliziert beantragen, indem ich ein Passbild (auf der Rückseite versehen mit Namen, Geburtsdatum und Fallnummer) an das Versorgungsamt schickte. Einige Tage später erhielt ich dann den Schwerbehindertenausweis... den ich nun erst einmal abgelegt habe... Ich muss mich erst daran gewöhnen.

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