Warum ist die EM-Rente erst einmal nur befristet?

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Seit der Rentenstrukturreform 2001 dürfen Erwerbsminderungs- oder EM-Renten (die übrigens für alle ab Geburtsdatum 01.01.1961 gelten) grundsätzlich nur als Zeitrenten bewilligt werden.

Ausnahmen, also EM-Renten auf unbestimmte Dauer, gibt es nur noch, wenn sehr unwahrscheinlich ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann.

Die EM-Rente auf Zeit kann verlängert werden, wenn sich Gesundheitszustand bzw. Beeinträchtigungen in der Frist nicht  verbessern. Vorab muss der Betroffene jedoch einen Verlängerungsantrag stellen. Meist wird dann der Gesundheitszustand von seiten der Rentenversicherung nochmals überprüft -  mit Hilfe von Attesten, Krankenhausberichten, Befragungen der behandelnden Ärzte und oft auch noch durch einen Gutachtertermin.

So war es auch bei mir. 2007 beantragte ich die EM-Rente, als während eines längeren Krankenhausaufenthaltes klar wurde, dass an Arbeiten nicht mehr zu denken ist. Damals wurden mir nachwirkend 3,5 Jahre bewilligt. In diesem Jahr musste ich den Verlängerungsantrag stellen, was mit einem weiteren Gutachtertermin verbunden war. Letzte Woche bekam ich dann die Nachricht: Meine EM-Rente wird für weitere drei Jahre bewilligt. 

Weitere Informationen zur EM-Rente finden Sie u.a. hier:

Volle Erwerbsminderungsrente (EM-Rente)  

Teilweise Erwerbsminderungsrente (teilweise EM-Rente)  

Befristete EM-Rente ist bewilligt - und jetzt?

Erwerbsminderungs- bzw. -unfähigkeitsrente auf Zeit - Kündigung nicht ausgeschlossen

Gibt es eine unbefristete Erwerbsminderungs-Rente?

Der Verlängerungsantrag auf EM-Rente

Verlängerung der EM-Rente: Muss drei Arztberichte innerhalb von einer Woche einschicken 

 

 

3 Kommentare

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und was wird sich dieses Jahr wieder ändern?

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Hallo,

die Frage habe ich nicht verstanden.

Wichtig für das Verständnis vielleicht:
Wir geben keine Prognosen, schreiben nicht über Pläne der Regierung, Parteien etc., sondern halten uns an die Fakten. Also: Erst wenn Gesetze durch Bundestag und Bundesrat gingen, sind sie für uns spruchreif.

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... und wieder steht - nach drei Jahren - der nächste Antrag auf Verlängerung der EM-Rente an.

Für mich sind dies immer schreckliche Monate. So auch jetzt.

Das Antragsformular und der Selbstauskunftsbogen liegen vor mir. Und ich merke, wie schwer es mir fällt, von meinem konstruktiven Denken ("Was geht trotz Krankheit immer noch?", "Was habe ich erreicht?", "Wie kann ich trotz allem mein Leben sinnvoll gestalten?") auf die andere Seite zu schauen: Auf die Beschwerden, Einschränkungen etc. Es zieht einen wie immer ziemlich herunter, wenn man auf das schaut, was (immer noch) nicht geht oder nie mehr funktionieren wird. Es tut weh...

... und doch bleibt mir mal wieder nichts anderes übrig als schonungslos aufzulisten, was nicht mehr geht und was alles an Schmerzen und Symptomen zu ertragen ist...

Die radikale Akzeptanz der Realität und der Krankheit ist mal wieder gefragt.