Achtung bei Migräne-Medikamenten (Triptan) auf Rezept: Zuzahlung teilweise deutlich gestiegen

| | Kommentare (1)

Mein Arzt machte mich letztens darauf aufmerksam, dass ich z.B. für Maxalt lingua (ein Triptan, das mir bei meinen heftigen Migräne-Attacken immer gut hilft) deutlich mehr dazu zahlen muss als bisher. Daher verschrieb er mir probeweise ein anderes Migräne-Medikament, das noch in die herkömmliche Zuzahlungsgrenze (EUR 5,-) fällt. Ein Dank an diesen Arzt, der an die Geldbeutel seiner Patienten denkt!!

In der Apotheke fragte ich nach - es stimmt: Bei 12 Schmelztabletten Maxalt lingua sind es fast EUR 30,-, die ich dazu zahlen müsste. Es gibt anscheinend noch andere Triptane, bei denen die Zuzahlung noch höher ist. Heftig... ich hoffe sehr, dass mir das andere Medikament auch hilft und ich es runterbekomme bei einem Anfall. Gleichzeitig habe ich nach weiteren Informationen im Internet gesucht. Fehlanzeige. Danke für die Transparenz und danke an die Krankenkassen (soll Zynismus sein).

Mein Tipp:
Sprechen Sie Ihren Hausarzt an, falls Sie Migräne-Medikamente benötigen. Meist kann er sich vorab schlau machen, inwieweit sich die Zuzahlung verändert hat. Oder Sie fragen direkt einmal in der Apotheke nach.

1 Kommentare

Standard-Benutzerbild

Hallo mich traf es gestern auch aus heiterem Himmel. Ich bekomme Ascotop Nasal 5mg im 6er Pack und Ascotop Schmelztabletten im 12er Pack. Nach meinem Telefonat heute mit der Krankenkasse bin ich klüger:

Der Gesetzgeber hat für sogenannte Triptane den Festsatz auf €39,32 gesenkt. D.h. Bei allen Medikamente dieser Gruppe die drüber liegen muss der Mehrpreis selbst getragen werden plus Zuzahlung. Im meinem Fall kosten die Schmelztabletten um die 90 Euro d.h.Mehrkostenbetrag knapp 50 Euro plus 9 Euro Zuzahlung.

Jetzt kommt der Witz:

Die Ascotop Nasal (Wirkstoff als Nasenspray) fallen NICHT in diese Gruppe und werden damit voll bezahlt, nur die Zuzahlung fällt an.

Das heißt wenn ich jetzt auf die Nasal komplett umsteige kostet das die Krankenkasse doppelt soviel (6 Stk ca. 92,- gegenüber 12 stk Schmelztabletten 90,-) weil ich die Dinger natürlich nicht dosieren kann dadurch doppelt so viele brauche, ich aber spare richtig viel Geld weil ich ja nur 9,20 Euro zuzahlen muss.

Logisch ist anders....und sinnvoll auch...

Aber das ist die "Lücke" im gesetz die wir nutzen können !