Überlegung zur Pflegezeit: Kann sich das wirklich jemand leisten?

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Bei allen tollen Neuerungen und Gedanken, welche die Pflegezeit mit sich bringt, stellt sich nun doch eine Frage: Kann sich das wirklich jemand leisten?

Oder anders ausgedrückt:

Könnte ich mir leisten, meine kranke Schwiegermutter zu pflegen, und parallel für ein halbes Jahr auf mein Gehalt verzichten? Was würde mein Arbeitgeber sagen? Was ist, wenn die pflegebedürftige Person länger als ein halbes Jahr gepflegt werden muss? Was ist, wenn der Arbeitgeber deutlich zeigt, dass er von der bevorstehenden Pflegezeit so garnicht angetan ist? Wie soll es an dem Arbeitsplatz zukünftig weitergehen? Hält das unser Haushaltskonto aus? Wie wäre ich krankenversichert?

Fragen über Fragen... die vor dem Antrag auf eine Pflegezeit erst einmal beantwortet und durchgerechnet werden müssen. Für Alleinstehende ist eine Pflegezeit finanziell einfach nicht machbar, für Familien mit zwei Verdienern wahrscheinlich mit Einschränkungen. Aber auch da stellt sich die Frage: Kriegen wir das hin? Und so ist es kein Wunder, dass z.B. bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kaum Anfragen zu dem Thema eingehen.

Leider ist laut der Zeitschrift HausArzt 1. Quartal 2011 auch unbekannt, wie viele Menschen in Deutschland bisher Pflegezeit beantragt haben. Offizielle Zahlen liegen den Ministerien (noch nicht?) vor. Schade!!!!

Eine Idee mit gutem Ansatz, die aufgrund der finanziellen Engpässe aber garnicht verwirklicht werden kann?

... irgendwann müssen ja Fakten genannt werden.

 

Quelle: U.a. HausArzt, 1. Quartal 2011

 

 

 

 

 

 

 

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