Grünes Rezept kann helfen, Geld zu sparen...

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Vor einigen Monaten erschien hier ein Beitrag zu den unterschiedlichen Rezeptarten (siehe hier auch folgenden link Was ist der Unterschied zwischen dem "Grünen", dem "Roten" und dem "Blauen" Rezept? ):

Angemerkt wurde dort, dass das Grüne Rezept für rezeptfreie Arzneimittel gedacht ist. Wie Sie sicherlich wissen, müssen diese von Patienten in der Regel selbst bezahlt werden. Die Kosten werden nicht erstattet.  

Es gibt jedoch Ausnahmen, in denen es sich lohnt, die Grünen Rezepte aufzubewahren und zu sammeln, um sie schließlich an der betreffenden Stelle einzureichen:  

a) für Empfänger von Hartz-IV-Leistungen können rezeptfreie Arzneimittel einen besonderen Hilfebedarf auslösen, der unter Umständen erstattet werden kann. Daher ist das Grüne Rezept für rezeptfreie Arzneimittel ein wichtiges Dokument, das belegt, dass Ihr Arzt eine Verordnung für notwendig und zweckmäßig gehalten hat. Dies gilt vor allem bei immer wiederkehrenden Verordnungen. Das Grüne Rezept kann daher, zusammen mit einer vom Apotheker ausgestellten Quittung bei der Arbeitsagentur vorgelegt werden, um Hilfebedarf geltend zu machen.

b) Darüberhinaus können Grüne Rezepte wie auch alle anderen Belege über geleistete Zuzahlungen bei der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Gerade für Familien mit drei und mehr Kindern, für die eine Zumutbarkeitsgrenze von nur einem Prozent des Jahreseinkommens (bis 51.000 Euro) gilt, dürfte dies nicht unwichtig sein.  

 

Quelle: www.aerztezeitung.de