Urteil: Kranke und Behinderte haben Recht auf Hilfsmittel und Selbständigkeit

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Ein Fall, der eigentlich nicht vor Gericht kommen dürfte - und m.E. ein Armutszeugnis für die betreffende Krankenkasse ist: 


Die behinderte Klägerin hatte bei ihrer Krankenkasse einen 3500 Euro teuren Dusch-WC-Aufsatz beantragt. Denn mit diesem wäre sie in der Lage, auf der Toilette selbst ihren Intimbereich zu reinigen. Die Krankenkasse lehnte jedoch eine Kostenübernahme ab mit der Begründung, dass für den Toilettenbesuch samt Intimreinigung bereits Pflegekräfte eingeplant seien.

Das Landessozialgericht (LSG) Rheinland-Pfalz entschied nun zugunsten der Klägerin. Argumentation: Eine Verweigerung der Krankenkasse verstößt gegen den Grundsatz der Selbstbestimmung und gegebenenfalls auch gegen Intimschutz und Menschenwürde, heißt es in dem Beschluss des Landessozialgerichts (LSG) Rheinland-Pfalz in Mainz
(Az.: L 5 KR 59/11 B ER).

Quelle: www.aerztezeitung.de