BKK für Heilberufe "wackelt" und sucht Kooperationspartner

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Laut der Ärztezeitung hat die BKK für Heilberufe auch in diesem Jahr finanzielle Probleme (siehe auch einen früheren Beitrag von Anfang 2010: Zusatzbeitrag: GBK und die BKK für Heilberufe - 1% des beitragspflichtigen Monatseinkommens).

Zwar hatte die BKK für Heilberufe noch zum Jahresbeginn den früheren Zusatzbeitrag von einem Prozent (siehe den Beitrag oben; das waren durchschnittlich 15,72 Euro) auf zehn EUR gesenkt. Aber nun musste die Kasse das Bundesversicherungsamt darüber informieren, dass ihr für 2011 ein Defizit droht. Nach dem Bescheid über die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds wurde deutlich, dass die Mittel für 2011 voraussichtlich nicht ausreichen werden. Um die Insolvenz und Schließung zu verhindern, sucht die BKK für Heilberufe daher dringend eine Partner bzw. bietet sich zur Fusion mit einer anderen Betriebskrankenkasse an. Laut Ärztezeitung gibt es bisher vier Interessenten.

Ich drücke der Kasse und ihren Mitgliedern die Daumen, dass es mit der Kooperation klappt!

Quelle: www.aerztezeitung.de

3 Kommentare

MT  Standard-Benutzerbild

Was für ein Interesse hat eigentlich eine "gesunde" Kasse mit einer anderen Kasse zu fusionieren, die Miese macht ?

Wenn ich tief in den Schulden stecke, würde doch sicher niemand kommen um sich mit mir zusammen zu tun, damit wir zusammen dann nicht mehr in den Miesen sind...

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Hi Jan,

dass ist eine gerechtfertigte Frage, die sich wahrscheinlich jede/r stellt. Denn verständlich ist dies keineswegs.

Ich kann hier nur der Erläuterung dienen, die ich aus der Ärztezeitung habe:

Laut Theo Giehler, Vorstand im zuständigen BKK-Landesverband Nordwest, ist eine Fusion wirtschaftlicher und politisch vernünftiger als die Schließung. Das zum übergreifenden Sinn und Zweck der Fusion.

Warum einzelne BKKs nun Interesse zeigen?

Anscheinend ist das System so ausgelegt, dass es für die anderen BKKs günstiger ist, eine Fusionshilfe zu bezahlen. Denn die Umlage-Kosten, die bei einer Insolvenz anfallen würden, wären für die einzelnen BKKs sehr viel höher.

Mehr zu dem Thema findest Du bei der Ärztezeitung. Ansonsten halte ich Augen und Ohren offen.

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das ist vermutlich nur der anfang - kassen mit wenig mitgliedern haben einfach ein anderes risiko zu tragen und es ist nur eine frage der zeit, bis weitere bkks in schwierigkeiten kommen.