Neues zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK)

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Noch in diesem Jahr soll die elektronische Gesundheitskarte für alle gesetzlich Versicherten eingeführt werden. Neben den datenschutzrechtlichen Bedenken geht die Diskussion um den Sinn oder Unsinn eines Fotos (das dazu noch postalisch oder elektronisch - also nicht einmal persönlich zur sicheren Identifikation - eingereicht werden kann) weiter.

Wer ein Foto weiterhin ablehnt, verliert nicht den Versicherungsschutz, eventuell wird die Krankenkasse aber auf eine zukünftige Vorleistung beim Arzt drängen, wenn keine gültige Karte vorgelegt werden kann.

Man sollte jedoch bedenken, dass die bisherige Versichertenkarte die Gültigkeit während der Umstellungsphase behält und vom Arzt akzeptiert wird. Erst wenn der Versicherte seine neue Karte bekommen hat, ersetzt diese die bisherige Karte.

Es ist noch nicht abzusehen, wie lange diese Umstellungsphase dauern wird, wenn man aber davon ausgeht, dass in diesem Jahr nur 10 % der Versicherten ihre neuen Karten bekommen werden, wird die Phase sicherlich länger sein. Glück hat dann der, dessen Karte noch ein bis zwei Jahre Laufzeit hat, denn solange ist diese Karte dann auch noch vorlegbar.

3 Kommentare

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Ganz ehrlich?!? Ich glaube noch nicht daran, dass das in diesem Jahr über die Bühne geht... die Krankenkassen haben ganz andere Probleme, die Ärzte haben darauf keinen Bock... und das bisherige Tempo lässt die Vermutung zu, dass sich das noch über Jahre hinziehen wird. Wollen wir wetten?;-)

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Was ich nicht verstehe ist der Sinn der neuen Gesundheitskarte und warum dort ausgerechnet mein Bild drauf muss. Kann mir irgendwer diese Frage beantworten?

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Der Sinn soll in einer angeblichen Fälschungssicherheit liegen. Die Karte wird durch das Foto personalisiert. Der Witz, man kann das (oder irgendein) Foto online seiner Kasse schicken und erhält dann die Karte.

Der Arzt hat dann den schwarzen Peter, er muss das Foto mit dem zu ihm kommenden Patienten vergleichen und im Zweifel mit der Personalausweis o. ä. abgleichen