Wann besteht ein individuelles Beschäftigungsverbot für werdende Mütter?

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Das individuelle Beschäftigungsverbot für werdene Mütter wird im Einzelfall vom behandelnden Arzt ausgesprochen und ist für alle Parteien bindend. Dafür muss der Arzt ein Attest ausstellen, indem detailliert beschrieben wird, warum (z.B. Risikoschwangerschaft, Gefahr einer Frühgeburt, Mehrlingsgeburt, Muttermundschwäche, besondere Rückenschmerzen) die werdende Mutter ihre Tätigkeit (für eine bestimmte Zeit oder bis zur Geburt) beenden oder in Stunden reduzieren sollte. Der Arbeitgeber muss sich an das Attest halten, und darf die schwangere Frau auch dann nicht weiter beschäftigen, wenn diese es selbst wünscht.

Gehaltsmäßig ändert sich für die schwangere Arbeitnehmerin nichts. Der Arbeitgeber muss ihr das bisherige Gehalt bezahlen, auch wenn sie nicht mehr oder nur noch bedingt arbeiten kann.

Weitere Informationen finden Sie u.a. auf der Website des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Informationen zum Mutterschutzgesetz. Den detaillierten Wortlaut des Mutterschutzgesetzes können Sie unter diesem link einsehen: Mutterschutzgesetz. Die Verordnung zum Schutze der Mütter am Arbeitsplatz und damit auch weitere Informationen über generelle Beschäftigungsverbote für Schwangere finden Sie hier: Verordnung

Quelle: U.a. DAK Kundenzeitschrift, www.bmfsfj.de