Krankenkassen-Wechsel leicht gemacht!

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Ich habe mich entschieden, die Krankenkasse zu wechseln. Entscheidend waren dabei für mich persönliche Gründe (meine Krankheiten bzw. wichtige Kooperationsverträge der neuen Krankenkasse in diesem Bereich) und ein gewisses Bauchgefühl, das in den letzten Monaten immer stärker wurde.

Der Wechsel selbst ist leichter zu handhaben als ich dachte. Denn für alle Mitglieder in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gelten einheitliche Kündigungsfristen, unabhängig von Einkommensgrenzen. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende (Ausnahme: Sonderkündigungsrechte z.B. bei Zusatzbeiträgen).

Das heißt für mich: Ich kündige die alte Krankenkasse zum 30.06.2012, und melde mich parallel bei der neuen Krankenkasse zum 01.07.2012 an. Übrigens: Alle Versicherten sind nach einem Kassenwechsel grundsätzlich mindestens 18 Monate an ihre Kasse gebunden.

Formulartechnisch ist von den Krankenkassen bereits alles bestens vorbereitet:

a) Die meisten Krankenkassen bieten auf ihrer Website inzwischen die Möglichkeit, online einen Mitgliedsantrag auszufüllen und abzuschicken oder ein pdf-Formular am PC-Bildschirm auszufüllen, um dieses dann auszudrucken und per Fax oder per Post abzuschicken.

b) Einige Kassen bieten ein einziges Antragsformular für alle Personengruppen (z.B. DAK), andere wiederum stellen für die einzelnen Personengruppen wie Angestellte, Schüler, Selbständige, Renter etc. unterschiedliche Antragsformulare zur Verfügung (z.B. Techniker Krankenkasse oder hkk).

c) Es gibt sogar Krankenkassen (z.B. Techniker Krankenkasse oder hkk), die ein Kündigungsschreiben für die alte Krankenkasse als Musterbrief vorbereitet haben (pdf-Formular). Dort müssen nur noch einzelne Daten hinzugefügt werden, ausdrucken, abschicken, fertig...

d) Vorsichtshalber habe ich die beiden Brief (Kündigung und Mitgliedsantrag) per Einwurf-Einschreiben losgeschickt und vorher noch einmal die Briefe kopiert. Sicher ist sicher! Zudem habe ich kurz noch einmal telefonisch überprüft, ob ich alles richtig ausgefüllt habe in dem Formular (die Hotline war klasse!!!).

d) Jetzt heißt es abwarten. Die Kündigungsbestätigung von der alten Krankenkasse muss der neuen Krankenkasse noch nachgereicht werden.

Fazit: Ein Krankenkassenwechsel war auch schon mal schwieriger... Die Musterbriefe und Formulare der einzelnen Krankenkassen sind mustergültig... So macht Wechseln (erst einmal) Spaß!



1 Kommentare

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... doch nicht so leicht!

Die neue Krankenkasse hat sofort zurück geschrieben. Die Kündigungsbestätigung der alten (Noch-)Krankenkasse bekam ich erst, nachdem ich zweimal telefonisch nachhakte... und obwohl ich in meinem Kündigungsschreiben explizit darauf verwiesen habe, dass bitte von Rückwerbeversuchen Abstand genommen werden soll, bekam ich darüber hinaus noch einen Rückwerbebrief und dann - wie dreist ist das denn? - beiliegend gleich noch ein Formular mit Rückumschlag, bereits ausgefüllt zur Kündigungsrücknahme...

... ich kenne solche Werbe- und Rückholmaßnahmen im Telefonie- und im Zeitschriftenbereich, und empfand sie da bereits immer als wenig passend.

Im Gesundheitssektor, der für mich immer noch zu den seriöseren Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen gehört, empfinde ich solche Maßnahmen erst recht als Zumutung - und zudem extrem abstoßend! Schade!