Falsche Aussagen zu IGEL: Verbraucherzentrale verschickt Abmahnungen

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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat zum ersten Mal zehn Gynäkologen wegen unlauterer Werbung für Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) abgemahnt. Sie wirft den Ärzten u.a. vor, auf ihren Websites unseriöse - irreführende und vor allem Angst machende - Angaben zur Sonografie (Ultraschall-Untersuchung) der Eierstöcke zu machen. Diese Untersuchung wird in der Regel als Vorsorge/IGEL angeboten (die Kosten werden von den Krankenkassen nur noch übernommen, wenn eindeutige Beschwerden für eine Sonografie sprechen).

Vor den Abmahnungen haben Juristen der Verbraucherzentrale in neun nordrhein-westfälischen Städten die Webauftritte von 157 Frauenarztpraxen überprüft. Sie klärten in diesem Zusammenhang, ob und wie die Gynäkologen eine Ultraschall-Untersuchung der Eierstöcke als Selbstzahlerleistung auf ihren Webseiten darstellen. Testpatientinnen wurden nicht in die Praxen geschickt.

Weitere Informationen zu den Abmahnungen der Verbraucherzentrale finden Sie hier:

Ärztezeitung: Frauenärzte wegen IGeL abgemahnt

IGeL: Kammer pocht aufs Abmahnmonopol

Eine objektive Einschätzung und Erklärung zur Sonografie der Eierstöcke als IGEL finden Sie unter folgendem link:
IGEL-Monitor: Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung (Kurzversion)

IGEL-Monitor: Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung (Langversion)


Mein Tipp:
Lassen Sie sich von Ihrem/Ihrer Frauenärztin nicht unter Druck setzen. Nach aktuellen objektiver Einschätzung (s.o.) ist diese Untersuchung als Vorsorge-Maßnahme nicht hilfreich.


Quellen: www.aerztezeitung.de, www.igel-monitor.de