PKV: Manche Versicherte können Medikamente nicht mehr bezahlen!

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Die Private Krankenversicherung als Hort der Besserverdiener hat ausgedient: Nach einer Studie besitzt nur jeder fünfte Privat Versicherte ein Einkommen, das oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Dies führt unter anderem zu großen Problemen bei weitreichenden und damit teureren Behandlungen: Ein Teil der Versicherten könne u.a. notwendige Medikamente nicht mehr auf Vorkasse bezahlen, so der  Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo), Dr. Peter Potthoff. Laut eines Sprechers des PKV-Verbands gibt es jedoch keine Notwendigkeit, vom Kostenerstattungsprinzip abzuweichen.

Folgende Lösungswege werden bisher angeboten
Hilfebedürftige Privatversicherte können in den Basistarif der PKV wechseln. Bei diesem scheint keine Vorkasse notwendig zu sein. Bei der Debeka hätten die Kunden zudem die Möglichkeit, im Einzelfall auch in anderen Tarifen eine Direktabrechnung vereinbaren.

Tipp
Sprechen Sie bei Zahlungsschwierigkeiten (Vorkasse) unbedingt Ihre Private Krankenversicherung an. Denn es kann nicht sein, dass Sie auf notwendige Medikamente und Behandlungen verzichten müssen, nur weil sie das notwendige Geld nicht vorschießen können!

Quellen

Ärztezeitung.de: Teure Medikamente: Verarmte Privatpatienten geraten in Not
Ärztezeitung.de: PKV steht vor neuer Baustelle