Einige verschreibungspflichtige Medikamente sind in kleinen Mengen von der Rezeptpflicht befreit!

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Folgende - normalerweise verschreibungspflichtige - Medikamente erhalten Sie unter bestimmten Bedingungen auch mal rezeptfrei in der Apotheke.

a) Omeprazol, Pantoprazol, Ranitin (Magenarznei: kleine Packung)
b) Naratriptan, Almotriptan (Migränetabletten: max. 2 Tabletten à 2,5 mg und nur nach ärztlicher Vordiagnose und genauer Aufklärung/Befragung des Apothekers)
c) Paracetamol (Schmerz- und Fiebermittel: max. 10 g Wirkstoff pro Packung zur Einnahme)
d) Loperamid (Durchfallmedikament: max. 12 Tabletten à 2 mg)
e) Diclofenac (Schmerzgel oder -creme zur äußerlichen Anwendung)
f) Acetylcystein (ACC; Husten-Brausetabletten: bei akutem Husten)
g) Hydrocortison (Hautcreme: bei mäßig starken Hautentzündungen)
h) Beclomethason (Nasenspray: zur Kurzzeitbehandlung bei Heuschnupfen)
i) Clotrimazol (Vaginalzäpfchen: zur kurzzeitigen - 3tägigen - Behandlung von Scheidenpilz)

Das heißt: Sie können sich bei klaren Beschwerden auch einmal einen Arztbesuch sparen. Sollten die Symptome jedoch länger andauern, müssen Sie sich das Rezept nach wie vor vom Arzt verschreiben lassen!  

Quelle: Apotheken Umschau 02/2013
und Ratiopharm: Was bedeuten OTC, Apotheken- und Verschreibungspflicht?

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ACHTUNG!

Auch rezeptfreie Medikamente können auf Dauer gesundheitsschädigende Nebenwirkungen haben. Daneben besteht das Risiko, durch regelmäßige Einnahme von rezeptfreien Medikamenten ärztlich behandlungsbedüftige Krankheiten zu verschleppen und damit zu chronifizieren bzw. zu verschlimmern.

Daher sollten Sie spätestens nach zwei Wochen dann doch den Arzt aufsuchen und mit diesem besprechen, wie die Symptome einzuschätzen sind und weiter behandelt werden sollten!