Wie hoch sind die Selbstkosten bei Kinderwunsch-Behandlungen?

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Viele Paare wünschen sich ein Kind. Manche müssen jedoch auf ärztliche Hilfestellung zurückgreifen und sich auf langwierige und teilweise belastende Behandlungszeiten einstellen.

Die Krankenkassen bezahlen in der Regel die Hälfte der Kosten, begrenzen jedoch die Behandlungsversuche (siehe Ungewollt kinderlos und Künstliche Befruchtung). Den Rest der Kosten muss das Paar daher selbst tragen.

Zurzeit ist mit folgenden Summen zu rechnen:

a) IVF (In-vitro-Fertilisation): ca. 3000 Euro
b) ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion): ca. 3500 Euro
c) ICSI mit TESE-Verfahren (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion mit Testikulärer Spermienextraktion):ca. 5000 Euro

Die Eizellspende und Leihmutterschaft sind in Deutschland nicht erlaubt! Einige Paare lassen sich jedoch im europäischen Ausland behandeln. Eine Befruchtung mit Eizellspende sollten im Ausland zwischen 5000 und 10 000 Euro kosten.

Quelle: Brigitte 4/2013, netmoms.de: Kosten der künstlichen Befruchtung

5 Kommentare

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Zu beachten ist, dass im obigen Beitrag die Krankenkassenbeteiligung mit eingerechnet ist. Weitere eventuelle Zuschüsse (über Bundesland o.ä.) wurden nicht berücksichtigt!

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...und wer sich noch in die juristische Komplexität des Themas einlesen möchte, dem empfehle ich folgenden link:

anwalt.de - Kostenübernahme künstlicher Befruchtung.

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Neue Nachrichten aus der Ärztezeitung:

Die Knappschaft übernimmt künftig für ihre Versicherten 25 Prozent der Kosten bei einer In-vitro-Fertilisation (IvF). Das haben der Vorstand und die Vertreterversammlung der Kasse beschlossen.

Vorausssetzung:
Beide Partner müssen bei der Knappschaft versichert sein. Dann wird ein Anteil von 25 Prozent bezahlt.

Anmerkung:
Die bisherigen Regelungen sehen vor, dass bei den ersten drei Versuchen 50 Prozent der Kosten durch die jeweilige Krankenkasse übernommen werden. Mindestens 25 Prozent, wenn nicht gar die restlichen 50 Prozent, trägt das Paar zurzeit noch selbst.


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Jede fünfte Frau mit unerfülltem Kinderwunsch hat eine Tendenz zur Schilddrüsenunterfunktion. Doch manche Frauen, die in Kinderwunschbehandlung sind, haben nur eine oberflächliche Schilddrüsendiagnostik (TSH-Messung) hinter sich. An dieser Stelle könnte man viel Geld sparen - zum Nutzen der Betroffenen.

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@fee

Vielen Dank für den tollen Link!