Der neue Notlagentarif in der Privaten Krankenversicherung

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Seit dem 1. August 2013, also heute, gibt es einen neuen Tarif bei den Privaten Krankenversicherungen: Den Notlagentarif.

Dieser soll Privatversicherten helfen, die ihre Beiträge vorübergehend nicht aufbringen können. Vorgesehen ist, dass diese nach einem regulären Mahnverfahren vorübergehend in den Notlagentarif bei ihrer Privaten Krankenversicherung eingruppiert werden.

Dieser Notlagentarif bezieht sich hauptsächlich auf Leistungen der Akutversorgung sowie Schmerzversorgung und kostet zwischen 100 und 125 Euro im Monat.

Bei Kindern und Jugendlichen sind die Vorsorgeuntersuchungen, Früherkennung und Impfungen, bei Schwangeren und Mutterschaft die Kontrolluntersuchungen und weitere notwendige Behandlungen Bestandteil der Leistungen. Alle anderen Leistungen entfallen.

Gleichzeitig haben die säumigen Privatversicherten die Möglichkeit, ihre Schuldenlast bei der Privaten Krankenversicherung abzubauen und nach Begleichung der alten Schulden wieder in ihren alten Normaltarif zurückzukehren.

Altersrücklagen werden im Notlagentarif nicht gebildet. Jedoch können angesammelte Altersrückstellungen verwendet werden, die Prämie im Notlagentarif um bis zu 25 Prozent zu senken.

Quellen und weitere Informationen:
www.bundesregierung.de: Krankenversicherung: Schuldenfalle wird beseitigt
www.aerztezeitung.de: Schnitt bei Kassenschulden tritt in Kraft
www.cash-online.de: Notlagentarif: PKV-Verband begrüßt Bundesrat-Zustimmung
www.finanzen.de: Notlagentarif: Hilfe für verschuldete PKV-Versicherte



1 Kommentare

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Ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht nur können die Versicherungen dadurch die Summe der säumigen Beitragszahlungen senken, sondern die zumeist jungen Selbstständigen haben noch eine Chance ihre Schulden zu begrenzen und einen Bankrott zu vermeiden.