Neues Urteil zu fehlerhaften Brustimplantaten: Welche Kosten werden von den Krankenkassen übernommen?

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Das Sozialgericht in Berlin entschied gestern, dass Krankenkassen die Kosten für die Herausnahme eines schadhaften Brustimplantats als medizinisch notwendige Maßnahme übernehmen müsse. Gleichzeitig wiesen die Berliner Richter jedoch darauf hin, dass sich auch die betroffene Patientin an den Kosten beteiligen müssen, wenn das erstmalige Einsetzen der Implantate allein ästhetische Gründe gehabt habe. Darüber hinaus wurde eine Kostenerstattung für den eventuell nachfolgenden Einsatz von Ersatzimplantaten mit der Begründung abgelehnt, dass hier keine Krankheit im versicherungsrechtlichen Sinne und damit auch keine medizinische Notwendigkeit vorliege. 

Das Urteil (Az.: S 182 KR 1747/12) ist noch nicht rechtskräftig.

Die Quelle und weitere Informationen zu der betreffenden Klage finden Sie unter www.aerztezeitung.de: PIP-Implantate - Kasse muss nicht für Ersatz zahlen