Krankenkassen-Rankings und Preisvergleiche oft unzureichend

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Das Interesse an Krankenkassen-Rankings und -empfehlungen ist groß - egal, ob es sich um den Vergleich zwischen Gesetzlichen (GKV) und Privaten Krankenversicherungen (PKV) handelt oder ob es sich um Vergleiche innerhalb der Privaten Krankenversicherungen dreht.

Deutlich wird jedoch, dass die meisten Vergleiche nur als oberflächliche Informationshilfe dienen können. Dies betrifft vor allem viele einseitigen Preis- bzw. Beitragsvergleiche, die auf andere Fragen und individuelle Problematiken kaum Rücksicht nehmen und zudem die in Zukunft zu erwartenden Veränderungen nicht berücksichtigen können.

Quelle und weitere Informationen:
"Preisvergleiche bringen wenig", von Ilse Schlingensiepen, auf www.aerztezeitung.de, 12.03.2014







6 Kommentare

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Es gibt in der Tat viele Vergeichsseiten, die nur existieren, damit der Vermittler eine Provision erhält.

Andererseits scheint mir die Aussage aus der Ärztezeitung dass die Wahl der Kasse nicht vom Preis abhängen sollte auch eher interessengeleitet.

Und, wer informiert mich denn über "in Zukunft zu erwartende Änderungen" halbwegs zuverlässig ? Nach der Argumentation kann man heute gar keine Entscheidungen über eine Kassenwahl fällen.

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Hi,

viele Vergleichsseiten sind sicherlich provisionsgesteuert (v.a. wenn nur die Privaten Krankenversicherungen verglichen werden).

In Bezug auf Aussage, das die Wahl der Kasse nicht nur vom Preis abhängt, sehe ich es ein wenig anders.

Denn m.E. gibt es

a) recht viele Krankenversicherte, die schon ein Kassenhopping hinter sich haben, weil sie eben immer nur auf die Preise, Prämien etc. schauen... Das kann im Krankheitsfall nach hinten losgehen. Die günstigste Krankenversicherung muss nicht die Beste sein.

b) Zum anderen ist die Transparenz v.a. bei den Privaten Versicherungen nicht immer grundlegend gegeben, d.h. bei den Vergleichsstudien muss man sich auf eine sehr gute Recherche verlassen können. Was nicht immer gegeben ist, selbst Stiftung Warentest hat da anscheinend schon Fehler gemacht.

c) Vielleicht spricht da auch meine Erfahrung als chronisch Kranke mit eine Rolle, die z.B. sehr darauf achtet, welche Krankenversicherung mit welchen Krankheiten wie umgeht. Was wiederum nur über Mundpropaganda (z.B. Selbsthilfegruppen, Mitpatienten)zu erfahren ist. Als gesunder Mensch würde ich mir wahrscheinlich zusätzlich ein Bild von den Zusatzleistungen, der Ansprache etc. machen. Nur den Preis zu beachten, halte ich inzwischen in der Tat als Fehler - aber wie schon geschrieben, glaube ich auch, dass dies erst in der Krankheit klar wird.


In Bezug auf die zukünftigen Erwartungen sollte sich jede/r zumindest bewusst sein, dass sich jederzeit durch neue Gesetze, durch Entscheidungen der betreffenden Krankenkasse alles ändern kann - die Rahmenbedingungen und vor allem eben die Preise.

Oder anders ausgedrückt: Ich glaube, dass es im Gegensatz zu den "Kassenhoppern" diejenigen gibt, die sich einmal entschieden haben und dann garnicht weiter nachdenken... Die könnten dann irgendwann böse aufwachen, denn letztlich sind Veränderungen im Gesundheitsmarkt ja Gang und Gebe. Jeder Einzelne sollte sich daher schon bewusst sein, dass eine Entscheidung für die Krankenkasse A zum jetzigen Zeitpunkt richtig ist, aber in einem oder zwei Jahren schon wieder revidiert werden muss - eben dann, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern.

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Hi,

mit der neuen Krankenkassen-Reform, die zumindest schon einmal durchs Bundeskabinett ging, wird es wieder mehr um die Preise gehen.

Denn dann können die Krankenkassen die zu zahlenden Beiträge wieder mehr steuern; der Preiswettbewerb wird wie vor 2011 immens an Bedeutung gewinnen.

Mehr Infos finden Sie u.a. in einem Artikel des Stern Das bedeutet die Krankenkassenreform für Verbraucher.

Aber warten wir erst einmal, bis das Gesetz endgültig verabschiedet wird. Dann haben wir auch mehr Detailinformationen.

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Auf jeden Fall wird es jedoch auch keine Prämien mehr geben wie zurzeit (die m.E. ja auch nur entstanden sind, um den fehlenden Preiswettbewerb zu umgehen). Die Kassen werden ihre Mitglieder dann eben wie früher über die Beiträge anwerben bzw. behalten...

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Es glaubt ja wohl Niemand, dass auch nur eine einzige Krankenkasse ihre interne Marschroute in der Werbung preisgibt. Natürlich zahlt man die angekündigte "Prämie". Es ist ein Judaslohn. Um dies durchführen zu können, müssen Millionen an anderen Stellen eingespart werden. Wie das geschieht, steht im Buch "Kranke Krankenversicherung" (als ebook bei NEOBOOKS) eindrucksvoll geschildert.

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Hallo zusammen, ja das mit den Preisvergleichen ist nicht gerade einfach.
Vor Allem darf man nicht vergessen, dass die Beiträge in der Privaten Krankenkasse jährlich zwischen 4-8 Prozent angehoben werden!

Das wird nie deutlich bei den Preisvergleichen dargestellt!

Wer erst einmal Privat versichert ist, kommt so schnell bei hohen Beiträgen an! Wer kennt auch dieses Problem? Da kann ich helfen! Wer Interesse hat kann einfach auf fairtarif24.de nachschauen.
Wer dann die Beiträge senken möchte hat schwere Karten! Wer mehr dazu wissen möchte kann hier gerne ein Kommentar schreiben!