Fragwürdiges Aus für MCP-Tropfen mit höherem Wirkstoffgehalt

|
Laut des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte vom 17.04. dürfen Ärzte Metoclopramid-Tropfen (MCP-Tropfen) mit einem Wirkstoffgehalt von mehr als 1 mg/ml ab sofort nicht mehr verordnen. Der rechtsgültige Bescheid stützt sich auf einen Beschluss der Europäischen Kommission vom Ende des letzten Jahres.

Des Weiteren wurden die Indikationen für noch gültige und verschreibbbare MCP-haltige Medikamente stark eingeschränkt (mehr Informationen dazu finden Sie hier) - was sowohl die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) als auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nicht nachvollziehen können. Eine Überprüfung der Studien- und Datenlage steht noch aus.

Betroffene können MCP-Medikamente, die sich noch in ihrem Haushalt befinden, nach wie vor verwenden. Bei neuen Rezepten müssen die Ärzte jedoch auf andere Medikamente ausweichen - obwohl MCP-Tropfen als altbewährt gelten.

Man kann die europäische Bürokratie nicht verstehen...

Quellen und weitere Informationen entnehmen Sie zwei Beiträgen von www.aerztezeitung.de:
MCP-Widerruf: Zweifel an der Bewertung
MCP-Tropfen über 1 mg/ml aus dem Verkehr gezogen