Präventionsmedizinische Behandlungen bisher Privatsache

|
Die Präventionsmedizin (u.a. medizinische Maßnahmen zur Krankheitsverhütung) nimmt an Bedeutung zu. Bisher wird sie vor allem in Privatpraxen und -kliniken angeboten.

Zwar stellen auch die gesetzliche Krankenkassen die Vorsorge und damit sogenannte regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen zunehmend in den Vordergrund, aber dieser Begriff wird im Bereich der Gesetzlichen Krankenkassen missverständlich verwendet. Korrekter wäre der Begriff "Früherkennungs-Untersuchungen". Denn die Gesetzlichen Krankenkassen sind rechtlich nur für die Früherkennung und Behandlung von Krankheiten zuständig - und damit nicht für den Großteil der Maßnahmen, die unter dem Begriff "Präventionsmedizin" zu finden sind. 

Das heißt für Sie, dass Termine und Behandlungen bei Präventionsmedizinern immer noch selbst bezahlt werden müssen. Eine Ausnahme besteht bisher nur bei bestimmten Privattarifen, die unter gewissen Voraussetzungen eine Beteiligung an den Kosten vorsehen.

Quelle: U.a. vital 05/2014, Seite 116