Neues Urteil: Krankenkasse muss im Einzelfall Kosten für Verhütung übernehmen

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Das Sozialgericht Hamburg entschied in einem jüngsten Fall (Az.: S 37 KR 469/11), dass die Krankenkasse eine Verhütungs-Spirale bezahlen muss, wenn der betroffenen Frau bei einer Schwangerschaft schwere Gesundheitsschäden drohen. Diese Verpflichtung gelte laut Sozialgericht auch nach dem 20. Lebensjahr.

Die Krankenkasse selbst argumentierte, dass Versicherte grundsätzlich nur bis zum 20. Lebensjahr Anspruch auf die Versorgung mit empfängnisverhütenden Mitteln hätten. In dem vorliegenden Fall jedoch diente die Spirale laut Gericht nicht nur der Verhütung, sondern zudem als Maßnahme der Krankenbehandlung bzw. zur Abwehr gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Dies begründe die Leistungspflicht der Krankenkasse.

Weitere Informationen zu dem Fall und Quelle finden Sie auf www.aerztezeitung.de:
Urteil: Kasse muss im Einzelfall für Spirale zahlen