Pflegereform 2017: Wie reiche ich einen Widerspruch gegen meinen Überleitungsbescheid ein?

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Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt, sollten Sie Ihren Überleitungsbescheid so schnell wie möglich überprüfen, wenn Sie ihn erhalten haben.

Falls Sie einen Fehler entdecken, ist es wichtig, einen Widerspruch gegen den Überleitungsbescheid einzulegen. Wichtig ist dabei, ruhig und sachlich zu bleiben. Grundsätzlich steckt sicherlich kein böser Wille eines Sachbearbeiters dahinter, denn die Bescheide werden in der Regel technisch erstellt!

Folgendes ist bei dem Widerspruch zu beachten:

a) Grundsätzlich sollte der Widerspruch so bald wie möglich eingelegt werden, damit Sie so früh wie möglich die richtigen Pflegegrade und Gelder zugesprochen bekommen. Aber sollte es aus irgendeinem Grund nicht so schnell klappen, ist es nicht gravierend schlimm.

Denn
b) falls in dem Bescheid keine konkrete Frist für einen Widerspruch angegeben ist, haben Sie ein Jahr lang Zeit, das Widerspruchsschreiben zu verschicken. Die Pflegeversicherung ist auf jeden Fall verpflichtet, eventuelle Zahlungen auch rückwirkend zu leisten.

c) Selbst wenn der Bescheid eine Rechtsbehelfsbelehrung enthält (zum Beispiel „Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats Widerspruch eingelegt werden."), gibt es noch Chancen. Grundsätzlich ist natürlich die dort festgelegt Frist zu beachten. Aber selbst nach Ablauf dieses Termins kann ein Überprüfungsantrag gestellt werden.Auch hier muss die Pflegeversicherung eventuelle Zahlungen rückwirkend bezahlen!

Quelle: VDK-Zeitung November 2016:
http://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/vdk-zeitung/71998/pflegebeduerftige_sollten_ihren_ueberleitungsbescheid_pruefen


Weitere Einträge zu dem Thema finden Sie hier:
Pflegereform 2017: Pflegestufe wird zum Pflegegrad
Was ist eine Rechtsbehelfsbelehrung?
Widerspruch - was muss ich beachten?





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